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Im Mooriz ist die Geschäftsstelle des Vereins Bürger für Resse untergebracht und der Verein betreibt das Moorinformationszentrum, was viel ehrenamtlichen Einsatz erfordert. Foto: A. Wiese

Verein Bürger für Resse wählt am 15. Juni neu – Infoabend am 6. Juni

Resse (awi). Der Verein Bürger für Resse will sich nach zehn Jahren neu aufstellen. Die Voraussetzungen dafür hat der bisherige Vorsitzende Jochen Pardey mit seinem Rücktritt geschaffen (das ECHO berichtete). Die Hintergründe dafür sind komplex, die offizielle Version ist, „dass zehn Jahre lange genug sind“, wie es Jochen Pardey in einem Gespräch mit dem ECHO im Beisein von Schatzmeisterin Gabriele Großkopf vorgestern formulierte. Die anderen Vorstandsmitglieder haben ihre Ämter ebenfalls zur Verfügung gestellt, führen aber die Geschäfte des Vereins, der unter anderem das Moorinformationszentrum in Resse betreibt weiter.
Doch die Zeit rennt. Auf den 15. Juni ist die eigentlich schon für April vorgesehen gewesene Mitgliederversammlung verschoben worden. „Doch Freiwillige, die Aufgaben im Vorstand übernehmen wollen, rennen uns nicht gerade die Bude ein“, formulierte es am Donnerstag Schatzmeisterin Gabriele Großkopf. Sie räumt ein, der Vorstand habe erst jetzt erkannt, wieviel der Bisherige Vorsitzende Jochen Pardey geleistet habe, unter anderem viele Kleinigkeiten, die gar nicht so aufgefallen seien. Der Vorstand könne daher jetzt für den Übergang auf die beratende Tätigkeit Pardeys noch nicht verzichten und stimme sich derzeit noch eng mit ihm ab. Pardey versicherte im Gespräch mit dem ECHO im Beisein von Großkopf und anderen jedoch ausdrücklich, dass er nur noch auf Anfrage unterstütze und am 15. Juni für kein Amt im Vorstand von Bürger für Resse mehr zur Verfügung stehe. Der verbliebene Vorstand um die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Renate Kolb und Ingo Lange geht jetzt in die Offensive und hat alle Vereins- und Arbeitskreismitglieder angeschrieben. In dem Schreiben heißt es unter andere, die Tätigkeit des Vereins sei extrem angewachsen. Der Vorstand habe daher mittlerweile eine Geschäftsordnung erstellt und genehmigt. Sie sei ab sofort verbindlich für alle und könne im MOORiZ sowie auf der Homepage des Verein eingesehen werden. Während der Arbeit zur Geschäftsordnung sei sehr schnell klar geworden, dass es damit nicht getan sein und zusätzlich alle Aufgaben des Vereins erfasst werden müssten. Der Vorstand hat daher eine zusammenfassende Übersicht und Zuordnung der Tätigkeiten des Vereins als „Liste der Aufgabenfelder des BfR“ erstellt. Dass dort im Arbeitsbereich des Vorsitzenden noch immer der Name Jochen Pardey auftaucht, erklärten Pardey und Großkopf damit, dass er diese Aufgabe ja bisher erledigt habe, dies aber nicht heiße, dass er dies auch in Zukunft tun werde. Alle im Verein Tätigen sind jetzt aufgefordert, diese Aufgabenfelder ausführlich zu beschreiben. Das ist viel Arbeit. Aber es wird sich lohnen. „Damit legen wir den Grundstein für zukünftiges gemeinsames und reibungsloses Arbeiten, erleichtern uns die Arbeit, können uns vertreten oder nahtlos übergeben und bleiben auch bei plötzlichen Ausfällen entspannt und handlungsfähig“, forumuliert es Renate Kolb.
Zum Informationsabend für die Vorstandsarbeit am 6. Juni um 19 Uhr im Mooriz sind alle ehrenamtlich Tätigen hiermit eingeladen und natürlich auch die, die bisher nur normales Mitglied sind oder es werden wollen und Interesse an der Vereinsarbeit haben. Alle Bürger, die bei der Fortentwicklung des Ortes mitwirken wollen, sind herzlich eingeladen, sich über die vielfältigen Aufgaben des Vereins zu informieren. Vorstandsmitglieder stehen für konstruktive Gespräche zur Verfügung, so Renate Kolb und ihre Vorstandskollegen. Der Verein wolle die Interessen der Bürger aufgreifen und viele Ideen verwirklichen. Damit dies weiterhin gelinge, brauche der Verein tatkräftige Menschen, im Sinne einer weiteren positiven Ortsentwicklung. Alle Interessierten können sich innerhalb unserer Aufgabenfelder mit ihren Interessensschwerpunkten oder Lieblingsthemen einbringen.