Szenenwechsel ermöglichte besondere Einblicke

Die Teilnehmer des Projektes „Szenenwechsel“ erhielten zum Abschluss der Woche, in welcher in unterschiedlichsten Einrichtungen Praktika geleistete wurden eine Teilnahmeurkunde. Foto: L. Irrgang

16 Jugendliche nutzen erste Ferienwoche auf die andere Art

Wedemark (ig). Das Projekt „Szenenwechsel“ ermöglichte 16 Jugendlichen Einblicke der ganz besonderen Art. Der Ev.-luth. Kirchenkreis hatte Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 die Möglichkeit gegeben, in der ersten Woche der Osterferien ein Praktikum in einem diakonischen Arbeitsfeld zu leisten. Die Jugendlichen verbrachten so etwa die Woche in Altenheimen, Behindertenwerkstätten, Kindertagesstätten, Suppenküchen oder in der Bibliothek eines Krankenhauses. „Es ist das dritte Mal, das wir dies anbieten“, so Kirchenkreisjugendwärtin Dorothee Lüdeke, „aber noch nie waren es so viele Teilnehmer wie dieses Mal.“ Die Verantwortlichen hatten für das Projekt an den Schulen im Kirchenkreis geworben. „Und dadurch haben Kinder aus der Wedemark, Burgwedel und Isernhagen“, so Anna Thumser, zuständig für die schulnahe Jugendarbeit im Kirchenkreis. Man habe den Jugendlichen Einblicke geben wollen, und das in Bereiche, die man als Jugendliche eher nicht so aus der nächsten Nähe kennt. Bei einem Infotreffen zu Beginn der Woche hatten die Projektteilnehmer noch auf Kärtchen geschrieben, was sie sich so von der Teilnahme versprechen würden. Diese hingen auch beim Abschlusstreffen, an der Wand. Die Erwartungen seien erfüllt worden, so die einstimmige Meinung der 14 Mädchen und zwei Jungen. So hatten die Jugendlichen im Vorfeld als Grund für die Teilnahme an „Szenenwechsel“ beispielsweise „etwas soziales tun“, „Neugier auf andere Art der Arbeit“, „Erfahrungen sammeln auch in Hinblick auf einen späteren Beruf“ genannt. Eine der Teilnehmerinnen möchte später auch in dem Beruf arbeiten, in welchem sie die Praktikumswoche verbracht hat. Besonders hervor hoben die Jugendlichen die vielseitigen Erfahrungen, die Begegnung mit den unterschiedlichen Menschen und die Einblicke in sehr interessante Berufe.
Vom Kirchenkreis wurden die Jugendlichen auch einmal in der Projektwoche besucht, „und da ist auch uns bewusst geworden, welche tollen Praktikumsplätze sich die Jugendlichen gesucht hatten“, so Lüdeke, denn manche der Jugendlichen waren schon mit konkreten Vorstellungen für einen Platz zum Kirchenkreis gekommen. „Was uns neben dem großen Interesse der Jungendlichen sehr freut, ist die Bereitschaft der Stellen, an denen ein Praktikum geleistet wurde, dies auch einmal zu wiederholen.“ Besonders freuten sich die Organisatoren darüber, dass die Jugendlichen ihre erste Osterferienwoche sehr engagiert und mit großer Begeisterung für das „Szenenwechsel“- Projekt investiert hätten.