Tierschutz und Landwirtschaft in der Diskussion

In der ersten Reihe: Michaela Dämmrich (Zweiter von rechts), Regina Asendorf (Dritte von rechts), Eike Lengemann (Vierter von rechts).

Regina Asendorf zu Gast in der Wedemark

Wedemark. Wie kann ein Umsteuern in der Landwirtschaft hin zu mehr Tierschutz und Umweltschutz ganz konkret erreicht werden? Diese Frage wird derzeit immer stärker in der Öffentlichkeit diskutiert und wird auch eines der Ankerthemen der GRÜNEN in den kommenden Wahlkämpfen in Bund und Land. In der Wedemark gibt es bereits mehrere große Tierställe und weitere sind geplant. Die Frage bewegt daher auch besonders den Ortsverband Wedemark, der zu diesem Thema fachlich kompetente Gäste eingeladen hatte. Auch Eike Lengemann, Bundestagskandidat der GRÜNEN im Wahlkreis 43, wollte sich informieren, wie dieses zentrale Thema vor Ort diskutiert wird.
Der Bau neuer Massentierställe ist nicht unausweichlich, wie ein Beispiel aus Pattensen zeigt. Dort ist im vergangenen Jahr ein Landwirt von seinen ursprünglichen Plänen abgerückt. Statt von bereits beantragten Putenmastställen hat er sich entschieden, Ställe für Legehennen für Bioeier zu bauen und erwartet davon einen gleichartigen wirtschaftlichen Ertrag. Regina Asendorf, Landtagsabgeordnete der GRÜNEN aus Laatzen, Michaela Dämmrich, die Tierschutzbeauftragte des Landes Niedersachsen und die Mitglieder der Ratsfraktion der GRÜNEN im Gemeinderat von Pattensen konnten lebendig und detailreich von dem teils im persönlichen Gespräch, teils öffentlich geführten Diskussionsprozess berichten. Regina Asendorf konnte dabei ihre fachliche Expertise als Agraringenieurin und langjährige Mitarbeiterin der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in die vermittelnden Gespräche mit dem Landwirt einbringen und ihn auch bei seinen weiteren Schritten, zum Beispiel bei der Region Hannover, unterstützen.
Zahlreiche Fragen wurden erörtert. So wies Regina Asendorf darauf hin, dass die Infrastruktur für Bioprodukte aus Niedersachsen weiter entwickelt werden muss und erwähnte neue Entwicklungen in der Landwirtschaftspolitik. Auch die neue Düngeverordnung könnte besonders in Wasserschutzgebieten wie dem Fuhrberger Feld für die Entscheidungen von Landwirten relevant sein. Sie ermutigte auch die GRÜNEN der Wedemark, in Gesprächen mit Landwirten nach Lösungen zu suchen und bot dabei ihre Mitarbeit an. „Das war ein äußerst informativer Abend“, war sich Eike Lengemann, der zukünftige Direktkandidat der GRÜNEN im Bundestagswahlkreis 43, mit den Mitgliedern des Grünen Ortsverbandes einig.