Tolle Aktionen – schwache Resonanz

Detlef Tute vom gleichnamigen Rettungsdienst nutzte die Gelegenheit, beim Verkehrssicherheitstag den neuen Rettungswagen im Kreis der Politiker – Regions-CDU-Chef Eberhard Wicke und Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann – an seine Mannschaft zu übergeben

Besucherzahl des ersten Verkehrssicherheitstages enttäuschte Organisatoren

Bissendorf (awi). Tolle Idee, Super-Aktionen, Prima-Kooperation – aber die, für die der erste Verkehrssicherheitstag gedacht war, hatten das irgendwie nicht mitbekommen. Jedenfalls war die erste Veranstaltung dieser Art von Polizei, Verkehrswacht, privaten Rettungsdiensten, Feuerwehr und Jugendverkehrsclub mit Beteiligung auch der Gemeinde überschaubar besucht. Was wirklich schade war, denn hier gab es Informations- und Erlebnisangebote, wie man sie sonst in der Wedemark in so konzentrierter Form nicht bekommt. Eine besondere Attraktion war der Rettungssimulator. Dabei ging es hier nicht um den Überschlag an sich, sondern darum, wie man sich im auf dem Dach liegenden Auto aus dem unter Druck stehenden Sicherheitsgurt befreit. Jürgen Rohlfs von der Deutschen Verkehrswacht erklärte den Probanten das ganz genau, bevor er mit Hilfe einer Kollegin das Auto auf den Kopf stellte. Und wer bei der theoretischen Einführung noch gedacht hatte „Mit den Füßen die Scheibe hoch zur Decke marschieren, das geht doch gar nicht“, wurde in der Praxis schnell eines Besseren belehrt. Auch die Landtagsabgeordnete Editha Lorberg probierte es mutig aus, ebenso Bissendorfs Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann. Einhellige Meinung hinterher: „Das ist an einer ganz anderen Stelle spannend, als man es erwartet hat.“
Rettung eines Verunglückten war auch das Thema einer Vorführung von Feuerwehr und Sanitätern an einem speziell dafür präparierten Fahrzeug von mebino. Nachdem die Feuerwehr das Dach des Fahrzeugs „abgetrennt“ hatte, bargen die Sanitäter den „Verunglückten“ mit einer speziellen Trage für eventuelle Rückenverletzungen.
Eine angeregte Diskussion entspann sich zum Thema „Ausschreibung bei den Rettungsdiens-ten“ bei der Fahrzeugausstellung von RKT Tute. CDU-Regionsfraktionschef Eberhard Wicke und der Vorsitzende des Ausschusses für Feuerschutz und Rettungswesen, Hans-Heinrich Hüper, waren der Einladung von Detlef Tute zu der Veranstaltung gefolgt, um sich ein Bild von der Arbeit des privaten Anbieters Tutes und seines Teams zu machen und der Übergabe des neuen Rettungswagens an die Mannschaft und des alten Fahrzeuges an den Katastrophenschutz beizuwohnen. Wie mehrfach berichtet fordert Regionspräsident Hauke Jagau die Regionsversammlung auf, ihren im März gefassten Beschluss aufzuheben und hat sich für eine bundesweite Ausschreibung ausgesprochen.