Tomaten wie seit 70 Jahren nicht

Mit 1,86 Meter Körpergröße ist Detlef Gerkens nicht gerade klein gewachsen – und hat doch alle Mühe, das obere Ende seiner Tomatenpflanzen zu erreichen. Foto: S. Birkner

Das Ehepaar Gerkens freut sich über fünf riesige Pflanzen

Bissendorf (sb). Sie haben sich allmählich daran gewöhnt, trotzdem finden Detlef und Annette Gerkens den Anblick ihrer fünf Tomatenpflanzen immer noch ein bisschen unheimlich. Nach ihrem Umzug in den Bissendorfer Pinkvoßhof haben die Eheleute in diesem Jahr zum ersten Mal Tomaten gepflanzt – mit ungeheurem Erfolg. Zwischen zweieinhalb und drei Meter messen die Pflanzen an der Südseite ihres Hauses inzwischen – und wollen mit dem Wachsen gar nicht mehr aufhören.
„Ich bin mit einem großen Garten aufgewachsen und habe praktisch jedes Jahr Tomaten geerntet. Pflanzen von dieser Größe habe ich allerdings nie zuvor gesehen“, sagt Detlef Gerkens, dessen Mutter das Phänomen auch nach sieben Jahrzehnten Gartenerfahrung kaum glauben kann. „Junge, wie hast du das bloß gemacht?“, soll sie beim Anblick der fünf Gewächse gesagt haben.
Anfang März hatten die Gerkens ihre Tomaten als zehn bis 20 Zentimeter hohe Pflanzen gekauft und sie seitdem nur einmal mit Naturdünger versorgt. „Ansonsten brauchen sie zum Gedeihen nur warmes Wasser und die Sonne“, sagt Gerkens, der sich das ungeheure Wachsum „einfach nicht erklären“ kann.
Nun belohnt sich der Hobbygärtner regelmäßig mit prächtigen Früchten, aus denen wahlweise Tomatensalat, griechisches Bifteki oder Aufläufe werden. „Falls es mild bleibt, werden wir noch bis Oktober Früchte ernten können“, prophezeit Gerkens. So bleiben dem 52-Jährigen seine Tomatenpflanzen, die er liebevoll als „Mutanten“ bezeichnet, zwar unheimlich, bereiten ihm, seiner Frau und den Gästen des Hauses aber jede Menge Freude.