Trägervereinsvorstand: „Es reicht!“

Bissendorf-Wietze. Mit einer geharnischten Presseerklärung hat der Vorstand des Trägervereines des Montessori-Projektes auf die Presseverlautbarung der BfW in der Ausgabe des ECHO vom 29. Mai reagiert: „Es reicht! Bisher haben wir uns bewusst und sehr konsequent aus der öffentlich geführten politischen Diskussion, die in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder im Zusammenhang mit dem Schulneubau unserer Montessori-Grundschule durch die lokalen Medien getragen wurde, herausgehalten. Alle Beteiligten, das Lehrerteam, die Schulleitung, die Eltern unserer Schulkinder, unsere Kinder selbst, die stolz sind auf ihre Schule und nicht zuletzt die Familie Fichte, die durch ihr großzügiges Engagement mit der Anja Fichte Stiftung den Schulneubau ermöglicht hat, haben geduldig und oft mit viel Schmerz und Enttäuschung den schmutzigen politischen Schlagabtausch auf unserem Rücken ertragen – für die gute Sache und im festen Glauben, dass irgendwann diese unrechten Hetzkampagnen ein Ende finden und deren Protagonisten ein Einsehen haben. Jetzt aber reicht es selbst uns! Wir sind nicht länger bereit, die öffentlich verbreiteten Unwahrheiten unkommentiert zu lassen, sondern möchten mit den nachfolgenden Fakten den Spekulationen und Diskussionen ein Ende setzen. Es besteht ein gültiger Kaufvertrag zwischen der Gemeinde Wedemark und der Anja Fichte Stiftung für das Schulgrundstück am Wietzestrand.
Dieser Vertrag enthält keinerlei Klausel, die die Anja Fichte Stiftung verpflichtet, auf dem Grundstück einen öffentlichen Spielplatz zu errichten beziehungsweise den Spielplatz der Schule öffentlich nutzbar zu machen. War in einem frühen Stadium der Diskussion durchaus erwägt worden, dass eine Nutzung des Schulspielplatzes für Nicht-Schüler der Montessori Schule – soweit haftungstechnisch überhaupt abzusichern – auf freiwilliger Basis denkbar wäre, ist diese Bereitschaft wohl verständlicherweise mit Blick auf den respektlosen Umgang mit unserem Projekt vollständig und unwiderbringlich verwirkt. Im Klartext: Es wird keinen öffentlichen Spielplatz auf dem Schulgelände geben.
Der Kaufpreis des Grundstückes ist Verhandlungssache zwischen dem Käufer, der Anja Fichte Stiftung, und der Gemeinde und wurde in einem ordnungsgemäßen Verfahren bestimmt. Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Kaufpreises sollten mit den Experten geklärt werden. Dass beim politischen Schlagabtausch der Wert eines Waldgrundstückes mit dem Grundstückspreis eines erschlossenen Baugrundstückes gemessen wird, zeigt die Zweckgebundenheit der Argumentation. Fakt ist, dass die Anja Fichte Stiftung mit dem Ziel, den Schulneubau nicht scheitern zu lassen, zusätzlich beträchtliche Mittel aufgebracht hat, um das Grundstück ordnungsgemäß zu erwerben. Anstatt dieses Engagement zu würdigen, wird über eine völlig aus der Luft gegriffene Konzern-Zugehörigkeit der Stiftung fabuliert. Der Neubau der Montessori Schule wird seit Beginn des Projektes für das Austragen lokalpolitischer Machtrangeleien missbraucht. Wie respektlos ist es dabei auch, dass über das ,Anschwärzen‘ der Stiftung auch immer wieder der Name der verstorbenen Tochter der Familie Fichte in unangemessener Art und Weise bemüht wird. Wir möchten, dass die Fakten respektiert werden und wir unsere Energie nun der Umsetzung des Neubaus unserer Schule auf Entdeckungsreise widmen können.“