Treffen der Bürgerinitiativen

Die Notwendigkeit des Informationsaustausches und eines gemeinsamen Auftretens wurde beim Treffen der Bürgerinitiativen in Schwarmstedt diskutiert.

Vernetzung von Vorranggebieten gegen dogmatisches Ausweisen von Vorranggebieten

Wedemark/Schwarmstedt. Ende April fand in Schwarmstedt ein Treffen mit dem Landesverband Niedersachsen „Vernunftkraft Niedersachsen“, einem Bündnis von niedersächsischen Bürgerinitiativen (BI) statt. Es nahmen Mitglieder von der BI Brelingen03, von der BI Leveste, von der BI Burgdorf, vom Verein Gegenwind Neuwarmbüchen und von der BI Dolgen teil. Es ging bei den Bürgerinitiativen überall um den Widerstand gegen dogmatisches Planen gegen Mensch und Natur.
Gemeinsam und mit Unterstützung von Vernunftkraft Niedersachsen wurde lebhaft über die einzelnen geplanten Vorranggebiete diskutiert. Deutlich wurde die Notwendigkeit des Informationsaustausches und eines gemeinsamen Auftretens. Verabredet wurde daher eine enge Zusammenarbeit unter den Bürgerinitiativen und der Vernunftkraft Niedersachsen. Die einhellige Meinung, dass man nicht gegen Windkraft ist, aber bitte mit einem Abstand von mindestens 1.000 bis 1.500 Meter zur Wohnbebauung und in entsprechendem Abstand zum Naturschutz und hochwertig avifaunistischen Gebieten.
Gemeinsames Ziel ist es, ungeeignete Gebiete, die nur durch den Druck von einzelnen Interessenvertretern aufgenommen wurden, wieder aus dem Entwurf des RROP herauszunehmen. Das Wedemärker Gebiet Wedemark 03/Brelingen Süd ist ein solches Beispiel. Die Zusammenarbeit wird jetzt Kräfte bündeln, zusätzliches Wissen liefern und vor allem wird zusammen stärker wahrgenommen und findet mehr Gehör.
Wesentlich ist dabei auch, die Entscheidungsträger in den Verwaltungen mit Informationen zu versorgen.
„Daher werden wir gemeinsam weitere Argumente und Gründe liefern, dass zum Beispiel das Vorranggebiet Wedemark 03/Brelingen Süd völlig ungeeignet ist und als Konsequenz aus dem RROP gestrichen werden muss. Windkraftanlagen in der Nähe machen die Menschen krank, die Natur wird zerstört und beeinträchtigen Sicherheitsrelevante Anlagen von Flugsicherung und Wetterdienst Jährlich fallen Windkraftanlagen bereits hunderttausend Vögel und Fledermäuse zum Opfer. Da, wo eine Windkraftanlage in die Natur gesetzt wird, muss ein Feld der Größe eines Fußballfeldes von der Natur befreit werden und unsere „Grünen Lungen“ werden zubetoniert“, so die einhellige Meinung der Bürgerinitiativen.