Trennung von Amt und Mandat

Horst Menze, Jens Thursch und Angela Klingrad stellten den neuen Parteivorstand der Grünen vor. Foto: A. Wiese

Auch Grüne in der Wedemark legen Wert auf das Prinzip und wählen Vorstand neu

Wedemark (awi). Der Ortsverein der Grünen hat Dr. Horst Menze aus Bissendorf als neuen Sprecher des Ortsvereins neben Angela Klingrad gewählt und damit auch auf der kommunalen Ebene das Prinzip „Trennung von Amt und Mandat“ verankert. Bisher hatte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Rat, Ingemar Becker, die Sprecherrolle neben Klingrad innegehabt. Als Beisitzer im Ortsverein fungieren Jens Thursch und Martin Mietzner. Am Programm der Grünen habe sich grundsätzlich nichts geändert, so Horst Menze. Noch immer seien soziale Gerechtigkeit, ein ausgeglichenes Verhältnis von Ökonomie und Ökologie, die Gleichstellung von Mann und Frau sowie die Bemühung, die Schere zwischen Arm und Reich nicht noch weiter auseinanderklaffen zu lassen die herausragenden Themen für die Grünen auch vor Ort. Ganz intensiv hätten sich die Grünen beim Gemeindeentwicklungsplan eingebracht. Besonders die Infrastruktur der Gemeinde liege ihnen am Herzen. In Koalition mit der SPD hätten die Grünen im Rat in den vergangenen zwei Jahren eine ganze Menge mit auf die Reihe gebracht. Menze machte aber kein Hehl daraus, dass bezüglich der Entwicklung der Gemeinde die Vorstellung der Partei der Grünen sich manchmal nicht unbedingt mit denen der Verwaltungsspitze deckten. Schon daher sei die Trennung von Amt und Mandat geraten. Ziel der Grünen sei es, sich breiter aufzustellen und die Personalunion zwischen Vorstand und Mandatsträgern abzubauen, wie es gute grüne Tradition sei. Aus Sicht der Partei müsse die Wedemark nicht mehr als 30.000 Einwohner haben und eine Entwicklung entlang der S-Bahn-Standorte reiche völlig aus. Die Grünen sehen sich da auch in Übereinstimmung mit der regionalen Landesraumordnungsplanung. Menze brachte es ganz klar auf den Punkt: „Wachstum ist für die Grünen ein Problem. Wir treten für Nachhaltigkeit ein. Wir dürfen nicht immer noch mehr Flächen versiegeln, wo es nicht unbedingt nötig ist.“