Turnclub Bissendorf räumt Amtshaus

Vorstand und Mitglieder des Turnclubs Bissendorf am Sonnabend beim Entrümpeln. Sportwartin Gabi Ochmann (rechts) und der Vorsitzende Stefan Berthold (links) hoffen mit Kassenwart Philip Schröder (zweiter von rechts), bald eine Alternative zu finden. Die tatkräftigen Helferinnen sind Lene Tiroke, Sarah Razouane, Anna Claire Will, Celina Bröcker, Greta Döpke und Tami Höing. Foto: N. Mandel

Nach 13 Jahren Auszug aus der vertrauten Geschäftsstelle

Bissendorf (nm). Wegen der geplanten Renovierung des Amtshauses in Bissendorf räumen die Mitglieder des Turnclubs Bissendorf nun die Wohnung, die sie dort seit 2002 quasi als Geschäftsstelle nutzen. „Unsere Panther haben damals alles rausgerissen, die Wohnung war wirklich heruntergekommen“, sagt Gabi Ochmann, Sportwartin des Turnclubs.
Renovierung auf Vereinskosten
Die Renovierungsarbeiten wurden dann auf Vereinskosten einer Fachfirma übergeben. Das war die Bedingung der Gemeinde Wedemark, als die Räume zur Nutzung angeboten wurden. Letzten Samstag mussten nun fast 100 Jahre Vereinsgeschichte umgeräumt werden. Die meisten alten Möbel wanderten durch die tatkräftige Mithilfe der Mitglieder und des Vorstands auf die Mülldeponie. „Aber die ganzen alten Aktenordner, da stecken so viele Erinnerungen drin, die heben wir auf“, versichert Ochmann. 1921 wurde der Turnclub Bissendorf gegründet; seitdem hat der Verein sein Angebot stetig erweitert. Ein neuer Platz für die Geschäftsstelle des circa 1500 Mitglieder umfassenden Vereins sei noch nicht gefunden. Die Gemeinde hatte Hilfe beim Suchen zugesagt, eventuell wolle man auch auf dem Petanque-Platz nahe der Mehrzweckhalle in Bissendorf selber etwas bauen. Dazu müssten aber erst die Fördermöglichkeiten geklärt werden. 43 Übungsleiter hat der Verein mit seinen etwa 50 Sportangeboten pro Woche unter Vertrag, da braucht es für Verwaltung und Organisation schon einigen Raum.
Noch ein weiter Weg
„Das wird noch ein weiter Weg“, gibt Gabi Ochmann zu bedenken. Am letzten Wochenende ging es zunächst mit mehreren Autos Richtung Deponie. Bis man eine Alternative gefunden habe, müss-ten die ganzen Ordner und anderes Material erstmal bei den Vorstandsmitgliedern zu Hause untergebracht werden.