Über 1.500 Euro für Asha Vihar

Carolina (M.) übergab des Scheck im Namen der Berthold-Otto-Schule und von Lehrerin Margret Fietz an Claudia Zechel (l.). Foto: A. Wiese

Berth0ld-Otto-Schüler sind fleißig gelaufen, um Spenden für Indien zu sammeln

Mellendorf (awi). Am Montag war Claudia Zechel, die Initiatorin des Projekts Asha Vihar in Indien, in der Berthold-Otto-Schule zu Besuch, um den Schülern Neues aus dem Kinderdorf zu berichten. Sie brachte neue Bilder mit, die die Kinder in dem Kinderdorf gemalt haben. Die Berthold-Otto-Schule wird wie bereits in den vergangenen Jahren Grußkarten von diesen Bildern anfertigen zu Gunsten von Asha Vihar verkaufen, beim Weihnachtsbasar und bei anderen Gelegenheiten. Wie in jedem zweiten Jahr haben die Schüler der Förderschule vor einiger Zeit einen Sponsorenlauf durchgeführt, mit dem sie Asha Vihar unterstützen wollten. Obwohl noch nicht alle in Aussicht gestellten Gelder eingegangen sind, konnten Carolina im Namen der Schüler und Lehrerin Margret Fietz Claudia Zechel aber einen Betrag von ein bisschen mehr als 1.500 Euro überreichen. Die Projektleiterin hat sich ganz doll über diese für sie sehr hohe Summe gefreut und den Schülern in ihrem Bericht aus Indien deutlich gemacht, wieviel man in Indien mit einer solchen Summe erreichen kann, zum Beispiel mehr als 30 Klumpfüße operieren. Einen deformierten Fuß operativ gerade zu richten, koste 45 Euro, erklärte Claudia Zechel den ungläubig staunenden Kindern. Sehr aufmerksam lauschten sie und zeigten durch ihre Kommentare, dass sie die Verhältnisse, in denen die Kinder dort in Indien leben, sehr wohl mit denen, in denen sie hier in Deutschland leben, in Beziehung setzen können. „Was, die haben kein Klo?“, „Die müssen ihre Wäsche selber im Fluss waschen“ und „essen die wirklich jeden Tag Reis?“ zeigten das deutlich. Claudia Zechel hatte für ihren Vortrag den Tagesablauf zweier Mädchen aus dem Kinderdorf dokumentiert, für die die Nacht um 5 Uhr zu Ende ist. Dann geht es zum Morgengebet, es wird gesungen und gemeinsam gefrühstückt. Die Kinder spülen ihr Geschirr selber, dann gehen sie in die Schule, dort sitzen sie im Schneidersitz auf der Erde. Mittags wird nach dem Essen, das mit den Händen gegessen wird, geruht, weil es auch sehr heiß in Indien ist. Nachmittags ist wieder Schule und andere gemeinschaftliche Aktivitäten. Abends wird wieder gebetet und es ist Yogastunde. Mit Ah- und Ohrufen quittierten die Berthold-Otto-Schule die Yogaübungen, die die indischen Kinder da teilweise ausführen. Einige sind an diesem Tag wohl ein bisschen nachdenklich nach Hause gegangen.