Umbau der Straßen aufgezeigt

Verkehrskonzept bietet große Optionen

Bissendorf (gg). Soll der Verkehr in Bissendorf umgelenkt werden? Ideen dazu liefert das von Rat und Gemeinde in Auftrag gegebene Konzept, erstellt von dem Planungsbüro „SHP Ingenieuere“ aus Hannover, das in einem Workshop am vergangenen Dienstag im Bürgerhaus präsentiert wurde. Abzuwägen ist der Vorrang unter Kraftverkehr, Radfahrern und Fußgängern. Maßnahmen zur Veränderung des Ist-Zustands beziehen sich nicht nur auf Tempo-Reduzierungen oder Sperrungen, sondern auch auf den Umbau von Straßen. Zur „fairen Verteilung des öffentlichen Raums“ gehöre die Wandlung der Straßen „vom Transit- zum Aufenthaltsraum“, so die Ausführung der Planer. Statt des klassischen Straßenbilds mit zwei asphaltierten Fahrbahnen im geordneten Richtungsverkehr zeigt das Konzept die Vision von Bewegungszonen: Autos schlängeln sich im Schritttempo über eine geplasterte Fläche mit Bänken und Blumenkübeln. Die Stärkung des Rad- und Fußverkehrs wird in dem Konzept in den Vordergrund gerückt. Maßnahmen zur Umlenkung und Verdrängung des Kraftverkehr aus Bissendorf werden aufgezeigt. Eine genaue Einbeziehung der Wartezeiten an den Gleisen spielt dabei eine große Rolle. Die Planer-Analyse weist Schleichwege aus: in Bissendorf die Straßen Westerfeldweg, Im Tannengrund, Rubensweg, Lindemannshof, Kurze Straße, Tattenhagen und Kuhstraße; in Brelingen die Straßen Eichendamm und Düsternstraße. Eine neu zu bauende Umgehungsstraße für Bissendorf würde von Schlage-Ickhorst aus im Bogen parallel zur A352 bis zur L383 (westlicher Ortsausgang Bissendorf) führen.