Umweltministerium beantragt EU-Förderung des Projekts Moorgeest Van der Vorm: „Der erste Schritt ist jetzt getan“

Andrea Giese, Vorsitzende der FDP Wedemark, und Erik van der Vorm, Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat: „ Im kommenden Jahr kann die Renaturierung der vier Moore beginnen“. Foto: H.-H. Schröder
Bissendorf (hhs). „Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz einen Antrag auf Kofinanzierung des Projekts Hannoversche Moorgeest durch die Europäische Union fertiggestellt und fristgerecht beim Bundesumweltministerium zur Weiterleitung an die EU gestellt“, begründete Erik van der Vorm, Fraktionsvorsitzender der FDP im Rat der Gemeinde Wedemark seine Einladung zum Pressetermin. Und die Vorsitzende der FDP Wedemark fügte bei: „Unser Dank geht an das Umweltministerium und den Projektpartner Region Hannover, die beide gemeinsam innerhalb von nur vier Monaten diesen Antrag fertiggestellt haben“, Immerhin umfasse das Werk mehr als 200 Seiten inklusive Anlagen und Karten.
Wie berichtet war die Finanzierung des Projekts Hannoversche Moorgeest zunächst gescheitert, weil infolge von Einsprüchen der betroffenen Grundeigentümer die zu beplanende Fläche der vier Moore von knapp 2900 Hektar um etwa 25 % auf 2200 Hektar eingedampft wurde. Das hatte damals dazu geführt, dass der Bund seine Finanzierungszusage von 75% zurückgezogen hatte. Das Land Niedersachsen habe sich dann zur Beantragung einer Projektförderung über das Programm „Life & Natur“ entschlossen, das jetzt 70 % der 11,4 Millionen Euro Kosten übernehmen soll.
Das Bundesumweltministerium wird jetzt den Antrag des Landes prüfen und muss ihn dann bis zum 9. September 2011 an die EU weitergeben. „Wir gehen davon aus, dass die Europäische Union die Finanzierung übernehmen wird“, war sich Erik van der Vorm sicher. Er erwarte die Zustimmung der EU im kommenden Jahr. „Dann kann es losgehen“, freut sich der Fraktionsvorsitzende, das Renaturierungsprojekt sei auf elf Jahre angelegt. Allein für das notwendige Flurbereinigungsverfahren werden sieben Jahre veranschlagt. Im Verlauf dieses Verfahrens will das Land Niedersachsen die Flächen entweder erwerben oder sich die Nutzungsrechte sichern. Für den Flächenankauf sind sechs Millionen Euro vorgesehen.
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