Unternehmen Giesecke fast Marktführer

Der Geschäftsführer des Unternehmens Gieseke International Cosmetic, Hendrik Rumpfkeil (2. v.l.), führte die CDU-Politiker durch das neue am „Tor zur Wedemark“ gelegene Firmengebäude in Schlage-Ickhorst. (Foto: S. Birkner)

Wedemärker CDU-Fraktion besichtigte Friseurbedarfsgroßhandel

Schlage-Ickhorst (sb). „Wir sind alle sehr beeindruckt von unseren Impressionen des Unternehmens“, sagte Jörg-Friedrich Onnasch, der Ratsherr der Gemeinde und Organisator der CDU-Sommertour am Ende des Rundgangs durch das Gebäude der Firma Gieseke International Cosmetic in Schlage-Ickhorst nahe der L190.
Wie in den letzten Wochen berichtet, stattet die CDU-Fraktion der Gemeinde seit über 15 Jahren Vereinen und Wirtschaftsbetrieben jeden Sommer eine kleine Visite ab. „Wir machen das, um zu erfahren, wie unsere politische Arbeit ankommt, aber auch, um über Schwierigkeiten und Probleme informiert zu werden“, sagte Onnasch. Gemeinsam mit 13 Parteikollegen besuchte er in diesem Zuge am Mittwoch den Friseurbedarfsgroßhandel, der erst seit diesem Jahr in der Wedemark angesiedelt ist. „Wir können uns über unsere wirtschaftliche Situation nicht beschweren“, gab der Geschäftsführer des Unternehmens, Hendrik Rumpfkeil, deutlich zu verstehen. Er sei froh über die langfristige Investition in das neue Firmengebäude am Rande des Bissendorfer Gewerbegebiets. „Wir sind unseren Schätzungen zufolge das zweitgrößte Unternehmen unserer Art in Deutschland“, sagte Rumpfkeil. Der Umzug sei dringend erforderlich gewesen, weil der vorherige Standort des Betriebs in Langenhagen schlicht nicht mehr ausreichend Platz bot. „In der Wedemark sind wir nach leichten Startschwierigkeiten sehr gut angekommen und auch die Wirtschaftskrise macht uns deutlich weniger zu schaffen als anderen Unternehmen“, berichtete der Geschäftsführer. Das Unternehmen hat insgesamt 260 Mitarbeiter. „Ein großer Teil unserer Beschäftigten arbeitet im Außendienst“, sagte Rumpfkeil. Aber auch in der Logistik seien 80 Angestellte beschäftigt. Der Friseurgroßhandel habe in ganz Deutschland rund 20.000 Kunden. „In 98 Prozent der Fälle liefern wir auch innerhalb eines Werktages“, sagte er. Das Unternehmen führe in seinem Sortiment alle bedeutenden Marken wie Wella, L'Oréal oder Schwarzkopf. „Die wirklich großen Friseurunternehmen werden von den Herstellern selbst beliefert, für alle anderen Unternehmen sind wir zuständig“, erklärte der Geschäftsführer. Onnasch und die anderen CDU-Politiker boten dem Unternehmen politische Unterstützung an. Wie Rumpfkeil betonte, bilde der Betrieb ständig mehr als zehn Jugendliche in verschiedenen Bereichen aus. Onnasch schlug vor, Kontakt mit der Mellendorfer Haupt- und der Realschule herzustellen. Dies sei schließlich eine Regelung, die sowohl das Unternehmen als auch die Schulen unterstütze und voranbringe. Zu den Steuerverhältnissen in der Wedemark sagte der Ratsvorsitzende, dass die Gemeinde als Haupteinnahmequelle Einkommens- und Lohnsteuer sehe und dass erst an zweiter Position die Unternehmenssteuer komme. Trotzdem betonte er, dass sich die Wedemärker CDU-Fraktion im Rat geschlossen gegen die kürzlich beschlossene Erhöhung der Unternehmensbesteuerung ausgesprochen hatte. Einen Zusammenhang zwischen der Stärke seiner Partei auf Bundes- und Kommunalebene sehe der CDU-Politiker indes nicht. „Ich bin sicher, dass wir als Gemeindefraktion nicht unter den derzeit schwachen Umfrageergebnissen der Union auf Bundesebene leiden werden“, sagte Onnasch. Schließlich sei die Kommunalwahl immer noch eine reine Persönlichkeitswahl.