Väter mit Kindern unter Hexen und Teufeln

Väter verbrachten mit ihren Kindern eine fröhliche Walpurgisnacht im Harz.

Montessori-Schüler verbrachten Walpurgisnacht im Harz

Bissendorf-Wietze. Zur Walpurgisnacht wollten sie unbegingt dabei sein: Acht Väter der "Montessori Schule auf Entdeckungsreise" in Bissendorf-Wietze und zehn Kinder brachen am 30. April in den Harz auf, um die Hexen in der Walpurgisnacht bei ihrem Tanz auf dem Blocksberg zu beobachten. Das schaurige Erlebnis wollte aber zunächst organisiert sein. Die Suche nach einem geeigneten Quartier war nicht ganz einfach - ist die Walpurgisnacht doch einer der wenigen Anlässe im Jahr, zu denen der Harz nahezu komplett ausgebucht ist. Es gelang dem Organisator der Fahrt aber, mitten im Harz eine Traumunterkunft in einem aufgegebenen Bahnhof zu finden. Während die Väter in der Küche kochten und für das leibliche Wohl sorgten, gab es für die Kinder im Wald und am benachbarten Gebirgsbach viel zu entdecken. Von den Staustufen eines Gebirgsbaches über ein altes Bahnhofsgebäude bis zu Bunkerresten im Wald gab es für die Grundschüler jede Menge neue Abenteuer. So wurde der eigentliche Anlass, der Besuch der Walpurgisnachtfestwiese in Hahnenklee fast zur Nebensache. Trotz Zuckerwatte und guter Musik, eingerahmt von allen Arten von Hexen und Feuersymbolen konnte manches Kind bis zum abschließenden Feuerwerk um Mitternacht nur mühsam die Augen offen halten. Aber es hat sich gelohnt, so am Ende die einstimmige Meinung. Ein gemeinsames Frühstück am nächsten Morgen und die anschließende Besichtigung der Iberger Tropfsteinhöhle bildeten den krönenden Abschluss. In der Schauhöhle entdeckten die Kinder eine Welt unter Tage voller Wunder: Mit von der Decke wachsenden Stalagmiten, Einem steinernen Mammut an der Wand, einer jahrtausendealten steinernen Schildkröte, die zusammen mit dem versteinerten Zwerg König Hübich Wünsche erfüllt, einem gestohlenen steinernen Zapfen und einen steinernen Wasserfall. Nach dem Verlassen der Reiches der Feen und Zwerge fuhren die Väter und Kinder müde aber zufrieden und reich an neuen Eindrücken und Erlebnissen wieder in das heimatliche Flachland. Beim Abschied waren sich alle einig: Bald fahren wir zu unseren nächsten Abenteuern wieder in den Harz!
Die Montessori-Grundschule „Schule auf Entdeckungsreise“ ist eine staatlich anerkannte Schule in freier Trägerschaft. Merkmale des Montessori-Schulsystems bestehen u.a. im Lernen im eigenen Tempo und in altersgemischten Gruppen bei individuellen Lernplänen. Anstelle von Zensuren und Ziffernzeugnissen werden kontinuierliche Lernentwicklungsberichte ausgearbeitet. Zu den Schwerpunkten erhebt die Schule die Stärkung des kindlichen Selbstbewusstseins und das Einüben von demokratischen Entscheidungsfindungen. Zur Zeit besuchen 30 Kinder die Schule. Zum Schuljahr 2010/2011 sind noch Schulplätze frei. Ein Info-Vormittag für weitere Informationen zum Schulkonzept gibt es am Mittwoch, den 26. Mai 2010, von 9.30 Uhr bis 11 Uhr in den Räumen der Schule, Am Wietzestrand 29 in Bissendorf-Wietze. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (0 51 30) 83 19 oderwww.schuleaufentdeckungsreise.de.