Verdienstkreuz auf ehemaligen Heuboden überreicht

Bissendorfs langjährige Ortsbürgermeisterin Annemarie Döpke gratulierte Hellmuth Hahn nach der Verleihung. (Foto: L. Irrgang)

Hellmuth Hahn dankte seiner Frau und Friedel Lüddecke

Bissendorf (ig). Dem Bissendorfer Dr. Hellmuth Hahn wurde am vergangenen Freitag in einer Feierstunde im Bürgerhaus von der stellvertretenden Regionspräsidentin Angelika Walther das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens verliehen. Hahn habe besondere Verdienste als Heimatforscher und Dorfchronist erworben, so Walther. „Bereits Anfang der 60er Jahre hat er Material zur Siedlungs- und Hofgeschichte aus Archiven, Kirchenbüchern und privaten Unterlagen zusammengetragen.“ Aber auch in anderen Orten der Wedemark habe Hahn bei dem Erstellen von Ortschroniken unterstützend geholfen. „Wir danken einem besonderen Bürger“, so Bürgermeister Tjark Bartels, „und das im Namen der Gemeinde Wedemark, für das, was Sie für die Gemeinde geleistet haben.“ An vieles würden sich die Wedemärker nur erinnern, weil Hellmuth Hahn es in Erinnerung gehalten habe, so Bartels, wie beispielsweise die Geschichte der Höfe, die in Bissendorf durch die vielen Hinweisschilder deutlich werde. „Denn dies zeigt auch, wo man hier eigentlich wohnt, viele Details wären schlichtweg nicht mehr bekannt, wenn es die Arbeit von Hellmuth Hahn nicht gegeben hätte.“ Einem jüngsten Vorschlag Hahns an die Verwaltung nachzukommen, stellte Bartels in seinen Grußworten in Aussicht. Hahn habe in seinen Unterlagen einen Abdruck des alten Amtsvogtssiegels gefunden, und angeregt, diesen als Schild zur Ausschmückung der Halle unten im Bürgerhaus aufzuhängen.
Karl Junge, vom Niedersächsischen Verein für Familienkunde machte in seiner Gratulation deutlich, dass Hahn durch seine ehrenamtliche Tätigkeit eine wahre Fundgrube auch für Familienforscher geschaffen habe. „Dank Ihnen kann man nun auch nachlesen, was ein Vollhöfner und der Mariengroschen ist.“
Für die zahlreichen Besucher der Feierstunden gab es auch durch den Geehrten einen kleinen geschichtlichen Einblick, denn so befände man sich gerade auf dem ehemaligen Heuboden des Amtsvogts, so Hahn in seiner Rede im Bürgersaal „und unter uns befanden sich Kuh- und Schweineställe.“ Hahn selbst dankte in seiner Ansprache den zahlreichen Unterstützern und Helfern bei seiner langjährigen Tätigkeit. Hierbei hob er besonders die Hilfe bei der EDV durch Friedel Lüddecke und die Unterstützung durch seine Frau Wiebke hervor. „Denn meine Frau hat alle Freuden und Leiden des Heimatforscher mitgemacht“, so der Verdienstkreuzträger lächelnd.