Verkehrschaos nach tödlichem Unfall

Die Unfallstelle befand sich ganz in der Nähe der Brücke, die im Verlauf der Wasserwerkstraße in Elze über die A 7 führt. Foto: A. Wiese

A 7 nach Crash mit zwei Todesopfern den ganzen Tag voll gesperrt

Elze (awi). Auf den Straßen der Wedemark ging am Donnerstag ab mittags bis in den Abend hinein nichts mehr. Auslöser war die Vollsperrung der Autobahn 7 ab Anschlussstelle Mellendorf-Gailhof nach einem Unfall auf der Richtungsfahrbahn Hamburg mit zwei Todesopfern, die einen 15 Kilometer langen Rückstau und völlig verstopfte Umleitungsstrecken auslöste.
Für die Feuerwehrkräfte aus der Wedemark war der Unfall ein Horroszenario, das sie zwar routiniert abarbeitete, das die Retter aber mental enorm forderte. Ersten Erkenntnissen zufolge war eine 36-Jährige gegen 12.25 Uhr mit ihrem Mercedes Vito auf der linken Überholspur unterwegs gewesen. Offensichtlich wurde die Fahrerin zu spät auf den stockenden Verkehr aufmerksam und zog mit ihrem Vito auf den mittleren Fahrstreifen, kam ins Schleudern und touchierte die linke Seite des Aufliegers eines Sattelzuges, der auf der rechten Spur fuhr. Auf dem mittleren Fahrstreifen kam es dann zur Kollision zwischen dem Mercedes und einem mit zwei Insassen besetzten Mazda. Dieser überschlug sich durch den Zusammenstoß und prallte in das Heck des Aufliegers eines Sattelzuges vor ihm. Der 76-jährige Mazda-Fahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber flog seine 75 Jahre alte, zunächst lebensgefährlich verletzte Beifahrerin in eine Klinik, wo jedoch auch sie am späten Nachmittag verstarb. Die Vito-Fahrerin wurde nur leicht verletzt. Auch sie kam jedoch zur medizinischen Versorgung in eine Klinik. Die beiden 65 und 61 Jahre alten Fahrer der Sattelzüge blieben unverletzt. Die A 7 musste in Richtung Hamburg sowohl für die Unfallaufnahme als auch die Bergungsarbeiten voll gesperrt werden. Feuerwehr-Pressesprecher Cars-ten Bohlmann berichetet in seinem Bericht von dem Einsatz beim schweren Unfall auf der A7 zwischen Mellendorf und Berkhof etwa in Höhe des Wasserwerks in Elze, dass in einem der verunfallten Fahrzeuge zwei Personen eingeklemmt gewesen seien. Die Feuerwehr habe den auf der Seite liegende PKW gegen Umstürzen gesichert und anschließend in Absprache mit dem eingesetzten Notarzt des Rettungshubschraubers die zwei Insassen mittels Crashrettung aus dem Fahrzeug befreit. Der 76-jährige Fahrer verstarb jedoch noch an der Unfallstelle, seine ein Jahr jüngere Beifahrerin später in der Klinik, in die sie mit dem Rettungshubschrauber geflogen worden war. Im Mercedes Vito wurde die 36-jährige Fahrerin zwar nur leichtverletzt, hier waren jedoch noch zwei Hunde vom Unfallgeschehen betroffen. Sie wurden durch die nachalarmierte Tierrettung Resse versorgt und zur Tierärztlichen Hochschule transportiert, berichtete Bohlmann. Im Einsatz waren daher die Feuerwehren Gailhof, Meitze, Elze, Mellendorf und die Tierrettung Resse mit insgesamt 36 Kameraden und neun Fahrzeugen.