Verkehrskonzept: SPD bleibt dran

Bissendorfer SPD-Ortsratsfraktion und Bürger arbeiten Vorschläge aus

Bissendorf. Gemeinsam mit den Interessengruppen der Bürger aus „Bissendorf-West“ und „Verkehrsberuhigung K101“ hat die SPD-Fraktion im Ortsrat Bissendorf eine Reihe von Vorschlägen erarbeitet, die in das zu entwickelnde Verkehrskonzept eingebracht werden sollen. Dazu der Fraktionsvorsitzende Reiner Fischer: „Die Einwohner von Bissendorf müssen in so wichtigen Fragen mit ins Boot genommen werden.“ Nach Meinung von Fischer ist eine Beteiligung vor einer Entscheidung von Sachverständigen und politischen Entscheidungsgremien unverzichtbar. „Woher wollen wir sonst wirklich wissen, was die Bevölkerung in Bissendorf will“, so Fischer. Nicht alle Vorstellungen, die von den Verfassern der Stellungnahme aufgestellt wurden, lassen sich kurzfristig umsetzen; auch das Verkehrskonzept ist langfristig angelegt. Einige Forderungen, die kurzfristig umgesetzt werden können sind beispielsweise: Ein Radfahrstreifen auf der ortsauswärts führenden Burgwedeler Straße, eine Querungshilfe an der L 383 in Höhe Kuhstraße, Durchfahrtsverbote in vielen innerörtlichen Straßen für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen, Tempobegrenzungen von 30 km/h auf vielen Straßen in Bissendorf, die Sicherheit der Fußgänger vor Verkehrsoptimierung, aktive Beteiligung von Kindern gemäß dem Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune“. Ebenfalls aufgenommen in den Vorschlagskatalog sind die Optimierung der Kreuzungen in Schlage-Ickhorst und am Husalsberg. Auch eine zukunftweisende Forderung nach einer Umgehungsstraße inklusive einer Brücke über die S-Bahn haben die Verfasser aufgenommen. Abschließend haben die beiden Interessengemeinschaften und die SPD-Fraktion noch eine besondere Forderung erhoben: Bevor das erarbeitete Verkehrskonzept durch das beauftragte Unternehmen den Ortsräten und dem Gemeinderat vorgelegt wird, ist ausreichend Zeit für eine Bürgerbeteiligung unter Einbeziehung der Interessengemeinschaften und allen interessierten Einwohnern einzuplanen. Die Diskussion und Beteiligung sollte ebenso ergebnisoffen wie vor einigen Jahren beim Gemeindeentwicklungsplan geführt werden.