Vernissage der Resser Hortkinder

Stolz präsentierten die Kinder aus dem Hort der evangelischen Kirchengemeinde in Resse ihre künstlerischen Unikate, die alle auch käuflich erworben werden konnten. Foto: A. Wiese

Kinder boten Kurioses, Nützliches und Kulinarisches an

Resse (awi). Wer sich zuhause an seiner Porzellan-Obstschale oder dem tönernen Blumenübertopf satt gesehen hatte, der hatte am letzten Wochenende Gelegenheit, Haus und Garten mit tollen Desig-nerstücken aufzupeppen: Verformte Schelack-Platten als Obstschalen, alte Schuhe bunt bemalt als Blumentöpfe – das waren nur einige der Unikate, die es bei der Vernissage im Hort zu erstehen gab. Die Hortkinder aus dem evangelischen Kindergarten Resse hatten zur Kunstausstellung mit Verkauf eingeladen und konnten sich dabei nicht nur über die eigenen Eltern als Kunden freuen. Es waren aber auch wirklich tolle Kunstwerke zu sehen: Schuh-Pflanzkübel, bemalte Hängekörbe, mit Blumen bepflanzte abgeschnittene Plastikflaschen, Sitzkissen aus gepressten Plastiktüten, Bilder auf Folie – die Auswahl war groß. In den vergangenen Wochen hatten die Hortkinder ihrer Kreativität nach den Hausaufgaben freien Lauf lassen dürfen, berichtet Erzieherin Manuela Koschate-Bolle. „Wir haben eigentlich gar keine Vorgaben gemacht, nur ein paar Tipps gegeben, was überhaupt möglich ist“, sagt Koschate-Bolle auch im Namen ihrer Kolleginnen Ilona Schneider und Madline Böhnke, bei denen sie sich herzlich für die Unterstützung bei der Umsetzung ihrer kreativen Anregungen bedankt. „Meine
Bilder sind Gegenstände zum geistigen Gebrauch. Der Betrachter darf sie mit eigener Vorstellungskraft interpretieren“, gab die Erzieherin ihren experimentierfreudigen Hortkindern beispielsweise mit auf den Weg. Die waren von den Möglichkeiten zur künstlerischen Entfaltung so begeistert, dass sie auch über ihre Hortzeit hinaus aktiv wurden und beispielsweise den Malbildhauer Ulrich Saloga in seinem Atelier auf dem Kreativhof in der Industriestraße in Mellendorf besuchten und gemeinsam mit ihm Kleiderbügel bemalten. „Wir haben die Kinder angehalten, einfach ohne Vorzeichnungen und Vorstellungen zu expermentieren und das hat super geklappt“, freut sich Manuela Koschate-Bolle.