Verwaltung kündigt Bedarfsumfrage an

Beckedorf: Thema Ganztagsschule in Bissendorf wird mit den Eltern erarbeitet

Bissendorf (awi). Auf einer kurzfris-tig angesetzten Pressekonferenz ges-tern Mittag in der Grundschule Bissendorf mit Vertretern der Schul- und der Hortleitung, des Schulvorstandes, des Schulelternrates und des Gesamthortelternrates sowie der Verwaltung haben die Erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf und Fachbereichsleiter Jörg Clausing eine Bedarfsumfrage für die Betreuung von Grundschülern noch im Dezember angekündigt. Beckedorf betonte ausdrücklich, man werde zwar als Schulträger den Antrag auf Einrichtung einer Ganztagsschule in Bissendorf zum Schuljahr 2014/2015 stellen, diesen aber nur dann aufrecht erhalten, wenn alle Beteiligten von Schule, Schulvorstand, Schulelternrat und Verwaltung zu einem übereinstimmenden Konzept gelangten. Ansonsten werde die Einrichtung der Ganztagsschule um ein Jahr verschoben und eine Zwischenlösung gesucht. Grundproblem sei, dass eine Erweiterung des Hortes, der bereits 120 Kinder in eigenen Räumen im Schulgebäude plus einer ausgelagerten Gruppe in der evangelischen Kindertagesstätte Kranichweg betreue, rechtlich nicht mehr möglich sei. Es sei aber weiterer Bedarf signalisiert worden, darum überlege die Gemeinde als Schulträger die Struktur zu verändern und eine Ganztagsschule anzubieten. Ausdrücklich betonten Beckedorf und Clausing, dass sich das Betreuungsangebot aber nicht verschlechtern solle. Die Eltern sollten gegen einen Kostenbeitrag – die Ganztagsschule bis 15.30 Uhr ist kostenlos – eine Erweiterung der Betreuungszeit bis 17 Uhr buchen können. Die offene Ganztagsschule soll an mindestens vier Tagen in der Woche angeboten werden und es soll ein Ferienbetreuungsangebot unterbreitet werden. Das ist zurzeit nur für diejenigen buchbar, die einen Hortplatz haben. In einer neuen Struktur könnte möglicherweise ein Ferienangebot auch separat gebucht werden können. „Damit hätten wir dann sogar ein Plus gegenüber dem heutigen Hortangebot“, betonte
Beckedorf. Sie räumte ein, dass die Gemeinde angesichts der Anmeldungen für den Hort für das nächste Schuljahr „leicht in Panik geraten“ und dadurch bei der Vorstellung der Pläne zur möglichen Umwandlung in eine Ganztagsschule die Eltern irritiert wurden. Der Verwaltung sei es sehr wichtig, die Eltern bei ihrer Planung mitzunehmen. Und wenn sich bei der differenzierten Bedarfsumfrage herausstelle, dass das Hort-angebot doch ausreiche und beispielsweise nur zusätzliche Ferienbetreuung gewünscht werde, werde man versuchen dies umzusetzen. Andreas Strehl und Uta Dumke vom Schulelternrat zeigten sich mit dieser Vorgehensweise einverstanden und erklärten, dass die Skepsis bei den Eltern, die planen müssten, momentan groß sei, weil es noch viele offene Fragen gebe.