vhs bringt mächtig Eigenleistung ein

Plattform und Wendeltreppe sind kostengünstig durch den Einsatz von vhs-Weiterbildungsteilnehmern entstanden. Die Ratsleute der CDU überzeugen sich persönlich von der Standfestigkeit. Foto: S. Birkner

Neuer Geschäftsstelle in Bissendorf fehlen nur noch Kleinigkeiten

Bissendorf (sb). Rund 300.000 Euro haben Gemeinde und Volkshochschule Hannover-Land in die neue vhs-Geschäftsstelle am Mühlenberg in Bissendorf investiert, nun stehen die Arbeiten kurz vor dem Abschluss. In der vergangenen Woche machte sich die CDU-Gemeinderatsfraktion ein Bild vom Stand des Umbaus, der eigentlich schon längst hätte fertig sein sollen.Die stellvertretende vhs-Leiterin Ute Kummerow-Funke erläuterte den Ratspolitikern die Gründe für die Verzögerung beim Umbau. Überall, wo es möglich war, habe die vhs Eigenleistungen von Weiterbildungsteilnehmern eingebracht. Die Bildungsinstitution führe berufliche Qualifikationsmaßnahmen im Baugewerbe durch, die an das Projekt gekoppelt wurden. „Das erklärt die Verzögerungen, da die Weiterzubildenden nicht immer zuverlässig sind“, sagte Kummerow-Funke. Dennoch hätten beide Seiten von dieser praktischen Lösung profitiert. Während die Institution Kosten einsparte, konnten die Weiterbildungsteilnehmer durch die praktische Arbeit „päda-gogische Erfolge“ verbuchen. Auf diese Weise ist unter anderem eine Wendeltreppe entstanden, die als Fluchtweg aus der ersten Etage dient. Nach Beginn des Umbaus vor zwei Jahren und dem Einzug der vhs-Verwaltung im vergangenen Herbst ist der Innenausbau des ehemaligen Mehrfamilienhauses inzwischen komplett abgeschlossen. Das vhs-Programm findet seit Januar in den neuen Räumen statt. „Allein die Einrichtung besteht noch größtenteils aus Provisorien“, sagte Kummerow-Funke. Auch die Pflasterarbeiten des Parkplatzes, die ebenfalls über Weiterbildungsmaßnahmen erfolgen, stehen kurz vor dem Abschluss. Als letztes großes Projekt muss noch die Grüngestaltung des Außengeländes in Angriff genommen werden. Das Gebäude verfügt über 480 Quadratmeter Nutzfläche, das Erdgeschoss ist behindertengerecht ausgebaut. Während in der ersten Etage mehrere Seminarräume von unterschiedlicher Größe zur Verfügung stehen, können nun auch im Dachgeschoss Kurse stattfinden. Kummerow-Funke unterstrich die positive Entwicklung, neuerdings separate Räume für Kinder- und Jugendgruppen nutzen zu können. „An unserem alten Standort in der Berthold-Otto-Schule hatten wir keine Möglichkeit, die Räume zielgruppenspezifisch einzurichten“, sagte sie. Susanne Bischof, die bei der Gemeinde als Teamleiterin für den Bereich Planen und Bauen zuständig ist, legte den Ratspolitikern die finanziellen Hintergründe dar. Die Gemeinde habe mit der Bereitstellung des Hauses und verschiedener Arbeitsmaterialien Kosten in Höhe von 155.000 Euro übernommen. Einen Betrag in vergleichbarer Höhe investierte die vhs, um die Räumlichkeiten nach ihren Vorstellungen gestalten zu können.
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