vhs-Leitung: Stelle wird neu ausgeschrieben

Helge Zychlinski, Konstanze Beckedorf und Karen Drews als Vertreter der Gemeinde Wedemark in der vhs-Zweckverbandsversammlung sprachen sich für eine Neuausschreibung des Geschäftsführerpostens aus. Foto: A. Wiese
 
Heinz Landers, Erster Stadtrat in Garbsen, legte den a am Mittwoch nieder.

Geschäftsführerpostenbesetzung entzweit vhs-Zweckverbandsversammlung

Wedemark/Garbsen (awi). Die Stelle des Geschäftsführers der vhs Hannover-Land wird neu ausgeschrieben. Das hat die Verbandsversammlung mit den Stimmen aus Wedemark, Burgwedel und Wunstorf gegen Neustadt und Garbsen entschieden. Als Konsequenz legte Garbsens Erster Stadtrat nach 13 Jahren sein Amt als Verbandsausschussvorsitzender der vhs nieder. Bis zu einer Neuwahl wird der Ausschussvorsitz jetzt vom stellvertretenden Verbandsausschussvorsitzenden Dr. Hendrik Hoppenstedt aus Burgwedel wahrgenommen.
Bereits zweimal ist nach dem Tod von vhs-Leiter Friedrich
Noack die Neubesetzung des Postens des Geschäftsführers beziehungsweise der Geschäftsführerin der vhs Hannover-Land geplatzt. Sowohl Hilke Anhalt als auch Linda Gebbert erklärten kurz nach ihrer Wahl, dass sie das Amt denn doch nicht antreten würden. Am Mittwoch nahm die vhs-Zweckverbandsversammlung einen dritten Anlauf die Stelle zu besetzen. Denn ein Bewerber war noch im Rennen. Diesem hatten die drei Wedemärker Vertreter in der Verbandsversammlung sogar beim letzten Mal den Vorzug gegeben und waren erst auf Linda Gebbert umgeschwenkt, als eine Pattsituation im Raum stand.
Doch wer daraufhin der Meinung war, die Besetzung der Geschäftsführerstelle am letzten Mittwoch sei ein Selbstläufer, war auf dem Holzweg. Obwohl Verbandsausschussvorsitzender Heinz Landers, Erster Stadtrat in Garbsen, nach Informationen des ECHO von den Bürgermeistern der beteiligten Kommunen ermächtigt war, mit dem in Frage kommenden Kandidaten, der bereits eine Weiterbildungseinrichtung in Lüneburg leitet, Gespräche zu führen, drang zeitgleich der Wunsch mehrerer Mitglieder der Verbandsversammlung durch, die Stelle neu auszuschreiben. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung am Mittwoch wurde dies dann manifestiert und schnell war klar, dass sich daran die Geister schieden. Und so kam es dann im öffentlichen Teil auch: Felix Becker, Erster Stadtrat in Wunstorf, stellte den Antrag, die Stelle des Geschäftsführers der vhs Hannover-Land erneut auszuschreiben. Becker in der Begründung: „Wir sollten nach dem bisherigen Auswahlverfahren, das vor einem halben Jahr begonnen hat, die Chance nutzen, uns den Markt noch mal anzuschauen und ein neues Verfahren angehen, um einen neuen Geschäftsführer zu bekommen.“ Verbandsausschussvorsitzender Heinz Landers hielt dagegen: „Bereits seit 18 Monaten ist die vhs ohne Geschäftsführer. Erst war Friedrich Noack ein Jahr lang krank, seit seinem Tod ist bereits wieder über ein halbes Jahr vergangen. Es ist notwendig, die Stelle schnellstens neu zu besetzen. Garbsen unterbreitet daher heute den Vorschlag, den Bewerber aus Lüneburg, der hinreichend qualifiziert und auch bereit ist, zum neuen Geschäftsführer zu wählen.“ Doch die Abstimmung ergab für diesen Vorschlag keine Mehrheit: Die Vertreter der Wedemark (die Erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf, Helge Zychlinski (SPD) und Karen Drews (CDU) sprachen sich ebenso wie die Vertreter aus Burgwedel und Wunstorf mit einer Stimme Vorsprung für eine Neuausschreibung aus. Neustadt und Garbsen standen mit ihrem Wunsch, dem Lüneburger Kandidaten den Geschäftsführerposten zu übertragen, alleine da und unterlagen mit einer Stimme. Er sei sehr enttäuscht von diesem Ergebnis, sagte daraufhin Verbandsausschussvorsitzender Heinz Landers und lege in Kosequenz seinen Vorsitz im Verbandsausschuss mit sofortiger Wirkung n ieder.
Damit müssen die Vertreter der Kommunen jetzt nicht nur einen neuen Geschäftsführer, sondern auch einen neuen Verbandsausschussvorsitzenden wählen. Helge Zychlinski erklärte noch vor Ort im Garbsener Rathaus im Gespräch mit dem ECHO, die Neuausschreibung sei auf jeden Fall eine gute und ehrliche Lösung. Zuviel Zeit sei seit der Erstausschreibung vergangen. Eine Rangfolge der Kandidaten sei damals nicht gebildet worden. Natürlich müsse weiterhin die zügige Neubesetzung angestrebt werden, um die kommissarische Leitung der vhs zu entlasten und Sicherheit für die Mitarbeiter zu schaffen.