VHS-Verbindung wird geprüft

SPD informiert sich über Gespräche der Kommunen

Wedemark. Was bringt den Bürgerinnen und Bürgern der Wedemark die Gründung einer neuen Volkshochschule Langenhagen-Wedemark? Darüber ließ sich die SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Wedemark auf ihrer letzten Sitzung von der Ersten Stadträtin der Stadt Langenhagen, Monika Gotzes-Karrasch und der Ersten Gemeinderätin der Gemeinde Wedemark, Konstanze Beckedorf, informieren.
„Gemeinsame Ziele“
Beide Verwaltungen haben bei ihrer noch nicht endgültig abgeschlossenen Prüfung viele gemeinsame Ziele zwischen Langenhagen und Wedemark festgestellt. Bereits zu Beginn waren sich beide Verhandlungspartner darüber im Klaren, dass eine politische Zustimmung zu einer Zuammenarbeit nur dann zu erwarten ist, wenn beiden Kommunen und damit auch die Bürgerinnen und Bürger Vorteile hätten. Am Auffälligsten ist der Vorteil der geografischen Lage der beiden Kommunen zueinander. Die bisherige Randlage der Wedemark in der VHS Hannover-Land hat nicht gerade dazu beigetragen, dass viele Wedemärker die Kursangebote außerhalb der Gemeinde in Anspruch genommen haben. Die Schwerpunkte in Garbsen, Neustadt und Wunstorf sind von der Wedemark mit öffentlichen Verkehrsmittel nur schwer zu erreichen, und nach Kursschluss um 21 oder 22 Uhr ist eine Rückfahrt in die Wedemark so gut wie aussichtslos. Weitere Vorteile, die offensichtlich sind, bestehen in Synergieeffekten in beiden Verwaltungen, einem größeren und verbessertem Kursangebot und einem größeren personellen Potential, auch ohne Neueinstellungen. Die inhaltliche Ausrichtung der VHS Langenhagen, mit ihrem breiten gesellschaftspolitischen Angeboten, entspreche zudem den Wünschen der Wedemärker. Im Anschluss an die Information durch Gotzes-Karrasch und Beckedorf wurden noch viele Fragen der Fraktionsmitglieder beantwortet. Abschließend stellte der Fraktionsvorsitzende Helge Zychlinski die politischen Kriterien und Vorgaben heraus, die für seine Fraktion Voraussetzungen sind, um einer möglichen Zusammenarbeit näher zu treten. So dürften beispielsweise die Kosten die nicht signifikant höher sein als bei einem Verbleib der Wedemark in der VHS Hannover Land.
„Kosten halten“
Dazu Helge Zychlinski: „Wenn es uns gelingt durch eine Zusammenarbeit zwischen Langenhagen und Wedemark die Kosten einem ähnlichen Stand zu halten, sollte eine Zusammenarbeit forciert werden. Es müssen zudem für unsere Bürgerinnen und Bürger deutlich verbesserte Angebote gemacht werden, die auch tatsächlich nutzbar sind. Für die SPD ist aber auch klar, dass es bei einem möglichen Austritt aus der bisherigen Kooperation fair und ehrlich zugehen muss.“ Zychlinski bedankte sich im Namen der SPD-Fraktion für die ausführlichen Informationen durch die Vertreterinnen der beiden Verwaltungen und kündigte an, im Frühsommer eine Vorentscheidung über eine Kooperation beider Kommunen treffen zu wollen. Die SPD-Fraktion werde bis dahin die Gespräche der beiden Verwaltungen eng begleiten.