Viele Gäste beim Verschönerungsverein

Fritz und Martina Schnehage vom Verschönerungsverein Mellendorf überraschten ihren Bissendorfer Kollegen mit einem Apfelbaum. Fotos: A. Wiese
 
VNV-Vorsitzender Helmut Dohnke (l.) überreichte dem einzigen noch lebenden Gründungsmitglied Cord Knibbe ein Präsent. Foto: A.Wiese

Festveranstaltung zum 50. Geburtstag mit Festvortrag war sehr gut besucht

Bissendorf (awi). Ein Stuhl nach dem anderen musste in den Saal des Gasthauses Bludau geholt werden, um die vielen Gäste unterzubringen, die der Einladung des Verschönerungs- und Naturschutzvereins Bissendorf zur öffentlichen Jahreshauptversammlung anlässlich seines 50-jährigen Bestehens gefolgt waren. Zum einen lockte die umfangreiche Darstellung der Vereinshistorie und -aktivitäten auf Stellwänden, zum anderen der außergewöhnliche Festvortrag von Dr. Hellmuth Hahn, technisch und mit Bildern unterstützt von Rainer Gerth, zu „Bissendorf im Wandel der Zeit“. Er sei überwältigt von der Resonanz, freute sich Vorsitzender Helmut Dohnke. Er bedankte sich für das Kommen der Nachbar-Verschönerungsvereine aus Mellendorf und Elze und für den Apfelbaum, den Fritz und Martina Schnehage mitgebracht hatten. Dies werde der 166. Baum im Ereigniswald werden, versprach Dohnke. Was wäre eine Jubiläumsveranstaltung ohne Ehrungen? Und so verteilte der Vorsitzende auch Präsente: an das einzige noch lebende Gründungsmitglied des Vereins, und langjährigen aktiven Mitstreiter, Cord Knibbe, an Günther Ziebarth, der 17 Jahre lang Vorsitzender war und auch am Mittwoch für den guten Ton sorgte, für Heinz Linne, der seit 30 Jahren die Wanderungen für den VNV ausarbeitet und begleitet und für Horst Lindwedel, der als Beisitzer aus dem Vorstand verabschiedet wurde.
Anhand des Jahresrückblicks für 2012 wurde auch schnell die große Bandbreite der Aufgaben des Verschönerungsvereins deutlich. Lediglich die Kopfweidepflege habe es 2012 nicht gegeben, so Dohnke. Er erzählte, unterstützt von Fotos, von der Nistkastenpflege, die Familie Siebrecht wieder in aller Stille übernommen habe, vom Schützenausmarsch zum 100-jährigen Bestehen der Schützengesellschaft im strömenden Regen, von der Präsentation der offenen Gärten gemeinsam mit dem Verschönerungsverein aus Mellendorf und vom Pflanzen und Pflegen. Unter der Ägide von Reiner Linnemüller seien in den vergangenen 18 Jahren 50.000 Narzissen- und Krokuszwiebeln eingegraben worden. Im Sommer habe der Verein die Fläche am Tannengrund in der Nähe des Bahnhofs gepflegt, im Winter zwei Ahornbäume vor dem REWE-Markt gepflanzt. Rainer Gerth habe den Ortsplan am Bahnhof ausgearbeitet, zusammen mit dem Bissendorfer Sonntag der IBK sei der Krammarkt organisiert worden, berichtete Dohnke und lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein, dem der VNV im vergangenen Jahr als 100. Mitglied beigetreten war. Der Verein habe seine traditionelle Herbstwanderung unternommen, wie immer ausgearbeitet von Heinz Linne, und mit mehr als 40. Wanderern. Im Ereigniswald, dem „Kind“ von Heidemarie Heinzelmann, seien mittlerweile 165 Bäume gepflanzt worden, so dass der Ruf nach der nächsten Erweiterungsfläche nicht mehr fern sei. Im Dezember organisierte der Verschönerungsverein den 29. Weihnachtsmarkt im Amtshofensemble. Die Müllsammelaktion am letzten Sonnabend sei trotz des scheußlichen Wetters ein Erfolg gewesen. 20 Erwachsene und einige Kinder sowie zwölf Jugendfeuerwehrmitglieder seien dabei gewesen. Seinen Dorfflohmarkt wird der Verschönerungsverein in diesem Jahr am 11. August veranstalten. Abschließend bedankte sich Helmut Dohnke „bei allen, die immer da sind, wenn wir sie brauchen“. Bis auf das ausscheidende Beiratsmitglied Horst Lindwedel stellten sich alle Vorstandsmitglieder zur Wiederwahl und konnten „en bloc“ gewählt werden. Für den frei gewordenen Beisitzersitz schlug Helmut Dohnke Susanne Brakelmann vor, die sich auch bisher schon in die Arbeit des Verschönerungsvereins eingebracht habe. Die Mitglieder folgten diesem Vorschlag.
Anschließend hielt Dr. Hellmuth Hahn seinen mit Spannung erwarteten Festvortrag. Für „Bissendorf im Wandel der Zeit“ stellte er historische Aufnahmen der alten Höfe in der Reihenfolge der Brandkassennummern aktuellen Aufnahmen gegenüber, die Rainer Gerth von den Gebäuden, wie sie heute aussehen, gemacht hat. Mehr über diesen Vortrag lesen Sie im nächsten Wedemark ECHO.