Viele Wedemärker wollen torffrei gärtnern

Der Erdenmarkt hinter dem Mooriz im Rahmen der Aktion „Torffrei gärtnern“ kam bei den Verbrauchern gut an. Foto: A. Wiese

Erdenmarkt von aha und Mooriz in Resse freute sich über einen guten Umsatz

Resse (awi). Jährlich werden in Deutschland etwa zehn Millionen Kubikmeter Torf verarbeitet, zwei Millionen davon von Hobby-Gärtnern, hat der BUND ermittelt. Um den Bedarf an Billigblumenerde zu befriedigen, werden inzwischen bereits die osteuropäischen Moore abgebaut, heißt es in einem Infoblatt zum Thema „Torffrei gärtnern“. Die Moore in Estland, Lettland und Litauen zählen zu den größten und kostbarsten Hochmooren Europas. NABU und BUND setzen sich dafür ein, die letzten Moore Europas zu erhalten. Sie unterstützen das Projekt Hannoversche Moorgeest, mit dem erreicht werden soll, dass die Entwässerung der Moore gestoppt wird und sie wieder wachsen können. Das Moorinformationszentrum in Resse und die Gemeinde Wedemark haben in diesem Frühjahr das Projekt „Torffrei gärtnern“ auf die Beine gestellt. Neben diversen Vorträgen gab es in diesem Zusammenhang am Donnerstag letzter Woche einen Erdenmarkt auf dem Parkplatz hinter dem Mooriz, der von den Wedemärkern sehr gut angenommen wurde. Sie kamen mit Eimern und anderen Behältnissen, um lose Erde für ihren Garten mitzunehmen, kauften aber auch abgepackte Erde. In der Wedemark erhält man torffreie Erde bei den Gärtnereien Klipphahn in Bissendorf und Borgas in Mellendorf. Bis Ende April läuft im Mooriz noch die Ausstellung „Torf im Garten“.