Vier Sammelplätze in der Wedemark

Landwirt Sebastian Biere vom Maschinenring Hannover-Land erklärte den CDU-Funktionären, wie die Grüngutannahmestellen funktionieren. (Foto: S. Birkner)

CDU besuchte Grüngutannahmestelle Northe

Bissendorf (sb). Mit dem Besuch des Bissendorfer Klärwerks am vergangenen Mittwoch war die Sommertour der Wedemärker CDU-Fraktion für diesen Tag noch nicht beendet. Im Anschluss an die Aktion (das ECHO berichtete) kehrten die Funktionäre um den Fraktionsvorsitzenden Jörg-Friedrich Onnasch und die Landtagsabgeordnete Editha Lorberg bei der Grüngutannahmestelle Northe in Bissendorf ein. Der am Isernhägener Damm gelegene Bauernhof stellt einen von insgesamt 53 Sammelplätzen dieser Art in der Region dar. In der Wedemark gibt es an immerhin vier verschiedenen Stellen die Möglichkeit, seine Gartenabfälle kostenlos abzugeben. Der studierte Landwirt Sebastian Biere vom Maschinenring Hannover-Land erläuterte den CDU-Politikern die Regeln und Vorteile dieser Grüngutannahmestellen. Man könne als Privatperson, jedoch nicht als Unternehmen, bis zu einen Kubikmeter Gartenschnitt täglich bei den Grüngutannahmestellen abgeben. Baum-, Strauch- und Heckenschnitt seien an den Annahmeplätzen gerne gesehen, Rasenschnitt dürfe jedoch nicht abgeliefert werden. „Im Grund wäscht bei diesem Prinzip eine Hand die andere“, erläuerte Biere. Schließlich würden die Gartenabfälle bei den Privatpersonen nicht mehr gebraucht und stellten nur noch Abfall dar. Die Landwirte jedoch könnten diese aber gut verwerten. Nachdem die Haufen geschreddert wurden, dienen sie nämlich zur Düngung der Felder. „Die Düngung mittels geschredderter Gartenabfälle ist ein längerer Prozess, der dem Boden auf lange Sicht Nährstoffe zuführt“, sagte Biere. Es handele sich also nicht um Dünger, der sofort Wirkung zeigt. Unterstützt werden die Landwirte übrigens von der Abfallentsorgungsgesellschaft aha, die die Grüngutannahmestellen koordiniert. Das Schreddern der Abfälle übernimmt der Maschinenring. Der Platz ist ganzjährig geöffnet. Mittwochs von 16 bis 18 und sonntags von neun bis zwölf Uhr können Wedemärker ihren Gartenschnitt nach Bissendorf oder zu einer der drei anderen Annahmestellen bringen.„Normalerweise haben wir rund 40 Lieferungen in der Woche, im Herbst kommen aber auch schnell 100 oder mehr zusammen“, erzählt die Betreiberin des Hofs, Ruth Northe.
Im Anschluss an das informative Gespräch mit Biere feierte die CDU-Fraktion mit den Hofbetreibern ein kleines Grillfest, sodass niemand den Hof hungrig verlassen musste.