„Visuelles Erleben der Kinder wichtig“

Ortstermin am Wietzeufer: Rainer de Groot (r.) argumentierte nachvollziehbar gegenüber Peter Hoyer vom Wasserunterhaltungsverband und Karl-Heinz Dalllmann und Holger Machulla von der Unteren Wasserbehörde der Region, dass die Kindergartenkinder bei einem fünf Meter vom Wasser entfernten Zaun nichts mehr von dem Fließgewässer sehen würden, was ihm jedoch bei der Gestaltung des Außengeländes sehr wichtig ist.
 
Das Außengelände des zukünftigen Kindergartens in Bissendorf -Wietze bietet den Kindern viele Möglichkeiten naturnahen Erlebens, freut sich Investor Rainer de Groot. Fotos: A. Wiese

Zaun am Gewässerrand braucht nur um einen Meter zurückgesetzt werden

Bissendorf-Wietze (awi). Das Außengelände ist für einen Kindergarten eigentlich ebenso wichtig wie die Räume selbst. Schließlich verbringen sie viel Zeit im Freien und sammeln hier die unterschiedlichsten Eindrücke. In keinem Kindergarten in der Wedemark gibt es bisher die Chance, dass die Kinder von ihrem Spielgelände aus ein richtiges Flüsschen sehen und erleben können, wie auch mal eine Ente oder Treibholz darauf entlang schwimmen. In dem neuen Kindergarten, der in Bissendorf-Wietze im ehemaligen Landhaus Wietze entsteht, ist diese Möglichkeit aber vorhanden. So argumentierte Investor Rainer de Groot in der vergangenen Woche bei seinem Ortstermin mit Karl-Heinz Dallmann und Holger Machulla vom Fachbereich Umwelt und Gewässerschutz der Region sowie Peter Hoyer vom Wasserunterhaltungsverband. Es ging um den Stand des Zauns, der das Außengelände des Kindergartens von der Wietze trennen wird. Für den Unterhaltungsverband muss nämlich gewährleistet sein, dass er im Uferbereich die notwendigen Unterhaltungsarbeiten vornehmen kann. Daher ist eigentlich gesetzlich vorgeschrieben, dass der Zaun fünf Meter vom oberen Böschungsrand gerechnet entfernt stehen muss. Dass würde jedoch einem Kind in Kindergartengröße den Blick auf das Fließgewässer verwehren. Der bisherige Zaun, der bereits seit Jahren seinen Standort nicht verändert hat, hält diesen Abstand zwar auch nicht ein und auch an anderen direkt ans Wasser grenzenden Grundstücken sei dies so, stellte Peter Hoyer fest. Dennoch müsse der Verband auf dem Abstand bestehen. Da er die Argumente de Groots jedoch durchaus nachvollziehen konnte und auch keine weiteren baulichen Maßnahmen auf dem Kindergartengrundstück in der Nähe der Wietze geplant seien, bot Hoyer an, für die Zeit des Bestehens des Kindergartens – der Mietvertrag de Groots mit der Gemeinde wird für zehn Jahre abgeschlossen – einem geringeren Abstand zuzustimmen. Er schlug vor, den Zaun gegenüber dem jetztigen Stand noch um einen Meter weiter vom Ufer weg zu setzen. Damit zeigte sich de Groot sofort einverstanden. Er wird jetzt bei der Region den entsprechenden Antrag stellen. Auch der Baumbestand auf dem Grundstück war ein Thema bei dem Ortstermin. In enger Abstimmung mit der Gemeinde Wedemark würden lediglich tote und kranke Bäume entfernt, sicherte de Groot zu, der in dieser Hinsicht über Erfahrung aus zahlreichen anderen Baumaßnahmen verfügt. Alle grundstücksprägenden Bäume würden selbstverständlich erhalten und entsprechend gepflegt. So benötigt die große Linde auf dem Parkplatz des zukünftigen Kindergartens dringend pflegerische Maßnahmen und auch andere Bäume müssen ausgeschnitten werden, schon um die Sicherheit der Kinder beim Spielen gewährleis-
ten zu können.
Der Fahrradständer, der an der Gartenseite des früheren Gaststättengebäudes steht und rege von Kindern benutzt wird, die an der Bushaltestelle in den Bus steigen und dort ihre Räder abstellen, soll übrigens auf der anderen Seite des Gebäudes einen öffentlich zugänglichen Platz erhalten, so de Groot.