Vom Schulalltag mitten ins Berufsleben

Schüler Jerome Müller (rechts) erklärt seinem Lehrer Wilhelm Heim, was er bisher in seinem Praktikum bei der Telecom gemacht hat. Fotos: M. Alms
 
Niklas Hanke absolviert sein Praktikum beim Polizeikommissariat Großburgwedel.

120 Schüler des Gymnasiums haben ihr Praktikum absolviert

Von Marlon Alms

Wedemark. Während meines zweiwöchigen Praktikums, das jeder Schüler des zehnten Jahrgangs vom Gymnasium Mellendorf macht, hatte ich beim Wedemark Echo die Möglichkeit in einige Bereiche der Zeitungsentstehung zu schauen. Ich durfte mit der Redakteurin Außentermine wahrzunehmen, um für Artikel zu recherchieren und Bilder zu machen. Dann bekam ich die Aufgabe, Mitschüler zu ihren Praktika zu befragen und sie an ihrem Praktikumsplatz zu fotografieren. Am ersten Tag der Recherche traf ich Larissa Bleidiestel in der Grundschule Mellendorf, die gerade mit einer Lehrerin in einer Klasse unterrichtete. Sie erzählte mir, dass sie in zwei verschiedenen Klassen Deutsch, Musik, Kunst, Sachkunde und Sport unterrichtet. Natürlich sind da noch eine Lehrerin und auch eine andere Praktikantin dabei. Anfangs sah sie meist nur zu und ging während der Arbeitsphasen durch die Klasse. Im weiteren Verlauf des Praktikums durfte sie dann aber auch selber unterrichten. Sie arbeitet gerne mit Kindern und kann sich auch gut vorstellen später Lehrerin an einer Grundschule zu werden.
Am selben Tag war ich auch bei Yorrick Schweer im TUI ReiseCenter Wedemark in Mellendorf. Dort faltete er beispielsweise Mappen mit Reiseunterlagen und suchte für Kunden passende Hotels heraus. Er fand die Zeit im ReiseCenter interessant, würde später allerdings etwas anderes bevorzugen, da es für ihn auf lange Zeit gesehen nicht das Richtige ist.
Den Morgen darauf durfte ich mit meinem Politiklehrer, Wilhelm Heim, als praktikumsbetreuender Lehrer zu drei weiteren Mitschülern fahren, die ihr Praktikum außerhalb der Wedemark machen. Im Polizeikommissariat Großburgwedel trafen wir Niklas Hanke, der grade mit dem Streifenwagen von einer Zeugenbefragung zurückkam. Im Gespräch mit Wilhelm Heim erzählte er, dass er die ersten beiden Tage bei der Hunde- und Pferdestaffel war, wo ihm die Tiere gezeigt wurden, und in den folgenden Tagen mit Polizisten zu Unfällen gefahren ist. und es in einem Haus einen Kaminbrand gab. Neben den Streifenfahrten mussten auch Protokolle angelegt werde. „Am besten gefällt mir die Abwechslung bei diesem Praktikums“, meinte er. Bei der Burgwedel Biotech GmbH empfing uns Nils Gutsche. Er berichtete uns, dass dort an Viren und Bakterien geforscht wird und dass diese darauf untersucht werden, ob sie gefährlich sind.
Im Anschluss daran waren wir bei Jerome Müller, der sein Praktikum bei der Telekom macht. Er erzählte uns, dass er schon in vielen verschiedenen Bereichen war. Er war in der Betriebslenkung, in der Fertigungssteuerung und in der Planung. „Die Betriebslenkung war etwas langweilig“, meinte er, „aber sonst ist es sehr interessant.“ In der Fertigungssteuerung beseitigte er selbstständig Störungen oder beauftragte Techniker vor Ort die Störung zu beseitigen. „In der Planung geht es um die Verteilung der Glasfaserleitungen“, sagte er „auch bis in die Häuser und Firmen.“ Zum Schluss erzählte er uns noch vom unterirdischen Serverraum, von dem aus Leitungen nach ganz Europa und auch einigen Teilen von Amerika verlegt sind und man merkte ihm an, dass er von diesem Praktikum echt begeistert war.
Mein eigenes Praktikum war sehr interessant. Ich habe einiges über die verschiedenen Bereiche erfahren, die mit der Zeitung zu tun haben und freue mich, dass ich mein Praktikum beim Wedemark Echo machen durfte.