Vorsicht mit Raketen und Böllern

Gemeinde Wedemark weist auf geltende Gesetzeslage hin

Wedemark. Die Gemeinde Wedemark weist zum bevorstehenden Jahreswechsel darauf hin, dass das Gesetz Feuerwerk in der Nähe von Reetdach- und Fachwerkhäusern im Umkreis von 200 Metern verbeitet (Hinweis auf das Sprengstoffgesetz / Haftung bei Fahrlässigkeit). Silvesterraketen verursachen alljährlich viele Unfälle und hohe Schäden. In der Nähe von Reetdach- und Fachwerkhäusern ist das Abbrennen von Feuerwerken seit Oktober 2009 gesetzlich verboten. Eigentlich sollen Böller, Raketen und Feuerwerk zum Jahreswechsel böse Geister und Dämonen vertreiben. Doch so manche Silvesterrakete wird zum Alptraum für ihren „Absender“. Entstehen Schäden, kann er zur Kasse gebeten werden. Die gerichtlichen Auseinandersetzungen dauern mitunter Jahre.
Wer sich fahrlässig verhält oder gar gegen bestehende Gesetze und Verordnungen verstößt, muss in der Regel für den Schaden haften. Deshalb sollten nur vom Bundesamt für Materialforschung (BAM) freigegebene Feuerwerkskörper gezündet werden – und zwar nur im Freien und strikt nach Gebrauchsanweisung. Kinder und Jugendliche dürfen nur bestimmte Produkte zünden. Selbst gebaute Raketen sind generell verboten.((Seit dem 1. Oktober 2009 ist überall in Deutschland das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände nicht nur in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen, sondern auch in der Nähe von Reetdach- und Fachwerkhäusern gesetzlich verboten. In der Nähe von Tieren oder deren Haltungsbereichen (Stallungen) sollte Feuerwerk ebenfalls nicht gezündet werden. ((Verursacht eine Rakete trotz aller Sorgfalt Schäden am Haus, kommt in der Regel die Haftpflichtversicherung des Verursachers dafür auf. Ist unbekannt, wer den Feuerwerkskörper abgefeuert hat, zahlt die eigene Gebäudeversicherung. Folgekosten, beispielsweise durch Löschwasser, sind ebenfalls mitversichert. Ratsam ist es, sich seine Versicherungspolice und die Versicherungsbedingungen nochmals genau anzusehen, damit es hinterher keine unangenehmen Überraschungen gibt.((Auch die Eigentümer bzw. die Bewohner sind in der Pflicht. Wer in der Silvesternacht das Fenster zum Schlafzimmer offen lässt oder auf seinem Balkon leicht brennbare Gegenstände lagert, muss unter Umständen damit rechnen, dass ihm eine Mitschuld angelastet wird.