Vorstand: „Berge führt keine Geschäfte“

Presseerklärung der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe

Buchholz. Für die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. (GzSdW) haben die geschäftsführenden Vorsitzenden Dr. Peter Blanché und Dr. Rolf Jäger als Reaktion auf den Artikel „Berge soll Geschäfte führen" am 27. März im ECHO folgende Presserklärung abgegeben: „Aus gegebenem Anlass sehen wir uns gezwungen, folgende Erklärung abzugeben:Herr Christian Berge, Buchholz/Aller, behauptet öffentlich, am 20.3.2010 auf der ordentlichen Mitgliederversammlung der GzSdW einstimmig als "stellvertretender geschäftsführender Vorstand" gewählt worden zu sein. Er leitet daraus das Recht ab, öffentlich eigene, mit dem geschäftsführenden Vorstand nicht abgestimmte Meinungen und Erklärungen zur Strategie, Zielsetzung und Aufgabenstellung im Namen der GzSdW öffentlich abgeben, verbreiten und vertreten zu dürfen. Das hat zu Irritationen in der Mitgliedschaft aber auch in den Organisationen und Institutionen geführt, mit denen die GzSdW seit vielen Jahren sehr eng kooperiert, um Wege und Lösungen zu erarbeiten, die es erlauben, dem freilebenden Wolf ein artgerechtes und ungestörtes Leben in seinem natürlichen Umfeld zu ermöglichen. Der amtierende geschäftsführende Vorstand der GzSdW erklärt deshalb hiermit eindeutig und unmissverständlich: 1. Herr Berge ist nicht zum stellvertretenden geschäftsführenden Vorstand der GzSdW gewählt. Der guten Ordnung halber sei hier erwähnt, dass es diese Position in der Satzung der GzsdW gar nicht gibt.
2. Herr Berge hat keinerlei Kompetenz oder Bevollmächtigung sich im Namen der GzSdW öffentlich zu äußern d.h. die bereits getätigten Äußerungen sind nicht legitimiert und entsprechen in Wording und Tendenz auch nicht der seit Jahren erfolgreich praktizierten Philosophie und Strategie der GzSdW.
3. Die teilweise missverständliche oder sogar falsche Darstellung der Wolfspopulation in Deutschland entspricht nicht den wissenschaftlich abgesicherten Fakten, die für die GzSdW Basis der Berichterstattung ist.“
Dr. Peter Blanché erklärte auf Nachfrage des ECHO, man habe auf der Mitgliederversammlung lediglich nach einem potentiellen langfristigen Nachfolger für den geschäftsführenden Vorstand gesucht, den man nach und nach habe miteinbinden wollen, der aber keinerlei offizielle Funktion oder Berechtigung im Vorstand habe. Christian Berge habe sich um diese potentielle Nachfolge beworben. Die Zusammenarbeit sei aber mittlerweile beendet, Berge habe keinerlei Funktion in der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe, betonte Blanché.