Wald-Ausstellung in der Resser Schule

Waldpädagoge Jörg Aumann betreute die Ausstellung und stand den Kindern zwei Vormittage lang als Ansprechpartner zur Verfügung. Fotos: A. Wiese

Kinder sind begeistert von den vielen Stationen und machen prima mit

Resse (awi). „Oh, kannst du das mal mit uns sägen?“ Die Drittklässler zogen eifrig an Jörg Aumanns Arm. Jeder wollte der erste sein. „Ein Schüler ist heute morgen extra früher aufgestanden, weil er als erster hier sein wollte, um nichts zu verpassen“, erzählen die Lehrerinnen Carola Willner und Karen Schiebe schmunzelnd. Sie sind genauso begeistert wie ihre Schüler von der Ausstellung „Wer? Wie? Was? Wald!“ der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die zwei Tage lang in der Resser Grundschule gastierte. Die Lehrerinnen freuten sich, dass an den verschiedenen Stationen der Ausstellung auch das sonst nicht sehr geliebte Lesen kein Problem war. „Im Unterricht wird da immer gestöhnt“, verriet Carola Willner, die eine überzeugte Anhängerin eines solchen handlungsorientierten Unterrichts ist.
„Was ist eigentlich Wald“ ist die Frage, die hinter dieser Ausstellung steckt, bei der die Kinder he-
rausfinden können, welche Bäume im Wald wachsen, wo die Tiere leben, wie ein Baum atmet und vieles mehr. Genauso wichtig sind aber die vielfältigen vernetzten Beziehungen, die den Wald ausmachen. Spielerisch tasteten sich die Schüler an die Beantwortung von Fragen wie „Wer findet es eigentlich gut, wenn im Wald totes Holz herumliegt?“ oder „Wer hat mehr Recht im Wald, der Jogger, der Jäger oder die Mountainbikerin?“ heran. „Wer? Wie? Was? Wald! ist die Aufforderung, dem Wald spielerisch zu begegnen und ihn neu zu entdecken“, erklärte Jörg Aumann, Waldpädagoge aus Peine, der in seinem Beruf eigentlich mit den Kindern vor Ort im Wald unterwegs ist und all die Dinge, um die es hier theoretisch ging, im wirklichen Leben zu entdecken. „So was haben wir mit den Resser Grundschülern aber schon gemacht, mit Waldpädagogen und unsererm Förster“, erklärte dazu Lehrerin Karen Schiebe. An diesen zwei Tagen ging es nun um theoretisches Wissen. Und auch dabei erwiesen sich die Resser Kinder als erstaunlich sicher, bilanzierte Jörg Aumann. Die Lehrerinnen sind sicher: „Das liegt auch an unserem Mooriz hier in Resse, wo wir oft mit den Kindern sind.“