Warten auf die Linksabbiegerspur

Helge Zychlinski (von links), Erik van der Vorm und Jürgen Auhagen machen sich ein Bild von der Kreuzungssituation Am Husalsberg/Langenhagener Straße (L 190). Foto: B. Stache
 
Lange Staus aus Richtung Bissendorf, vor allem im morgendlichen Berufsverkehr, könnten durch eine verbesserte Ampelschaltung an der Kreuzung Am Husalsberg/Langenhagener Straße (L 190) vermieden werden – besonders hilfreich wäre eine Linksabbiegerspur Richtung Hannover. Foto: B. Stache

FDP Ratsherr und Bürgermeister setzen sich für L-190-Kreuzungen ein

Schlage-Ickhorst (st). Lange Staus aus Richtung Bissendorf, vor allem im morgendlichen Berufsverkehr, könnten durch eine verbesserte Ampelschaltung an den Kreuzungen Am Husalsberg/Langenhagener Straße (L 190) und auf Höhe des Gasthauses „Zum Alten Zöllnerhaus“ in Schlage-Ickhorst vermieden werden – besonders hilfreich wäre zudem eine Linksabbiegerspur Richtung Hannover. Davon sind Bürgermeister Helge Zychlinski und FDP-Ratsherr Erik van der Vorm überzeugt. Am Dienstagvormittag waren beide mit Jürgen Auhagen, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales des Gemeinde Wedemark, an der Husalsberg-Kreuzung zusammengekommen, um die örtliche Presse über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren. Erik van der Vorm hatte bereits 2015 die Initiative zur Verbesserung der Verkehrssituation an der Kreuzung in Schlage-Ickhorst ergriffen. „Das war ein guter Hinweis von Herrn van der Vorm“, erklärte der Bürgermeister, der sich der Angelegenheit angenommen hat. Bei einem Ortstermin im Dezember 2015 erörterten die Landtagsabgeordnete und CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Editha Lorberg, CDU-Fraktionsvorsitzender Rudi Ringe und Erik van der Vorm mit dem FDP-Landtagsabgeordneten Stefan Birkner die L-190-Kreuzungsthematik. „Die Kreuzung muss der Verkehrssituation angepasst werden“, erklärte damals Editha Lorberg. Beim jetzigen Ortstermin informierte Bürgermeister Helge Zychlinski über seine entsprechenden Gespräche mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Zur Kreuzung in Schlage-Ickhorst mit der zirka 25 Jahre alten Ampelanlage machte er die Auffassung der Landesbehörde deutlich: „Zeitnah wird es dort keine Linksabbiegerspur geben.“ Weder die bisher bekannten Verkehrszahlen, noch die Tatsache, dass es sich um keinen Unfallschwerpunkt handele, rechtfertigte eine entsprechende Baumaßnahme, hieß es. „Wir haben gleichwohl verabredet, dass die Ampelschaltung untersucht wird“, berichtete der Bürgermeister. Das gestalte sich bei einer so alten Ampel schwierig, da sie nur begrenzte Einstellungen zuließe. Eine moderne Steuerung könne nicht so einfach angeschlossen werden. Als erste Maßnahme wird die Behörde zwei Alternativen prüfen: längere Grünphase in der morgendlichen Stoßzeit für den von Norden kommenden L-190-Verkehr bei gleichzeitigem Rot für aus Süden anfahrende Fahrzeuge. Dadurch werde ein Linksabbiegen von Norden Richtung Bissendorf, beispielsweise zum Gewerbegebiet, erleichtert. „Wir haben parallel dazu verabredet, dass es zu einer Verkehrszählung an dieser Stelle kommt“, so Helge Zychlinski. Neue Zahlen könnten die Forderung nach einer Linksabbiegerspur bekräftigen und dienten zugleich als Grundlage für eine entsprechende Taktung der Ampelanlage. „Die Verkehrszählung führt die Gemeinde Wedemark durch. Wir werden dort beidseitig an der L 190 Geschwindigkeitsanzeigegeräte aufhängen, um den Verkehrsfluss zu messen“, erklärte Jürgen Auhagen. Zusätzlich sollen zeitnah zwei Mitarbeiter der Gemeinde die Verkehrsströme an beiden Kreuzungen zur Hauptverkehrszeit notieren, besonders das Aufkommen an Linksabbiegern. Da die Ampelanlage Am Husalsberg/L 190 neueren Datums ist, sei hier eine entsprechende Schaltung leichter möglich. „Die Region untersucht die Situation an der L 190/Am Husalsberg auch mit Blick auf das geplante Neubaugebiet im Westen von Bissendorf mit zirka 40 Wohneinheiten“, gab Bürgermeister Helge Zychlinski bekannt.