Wasserleitungen aus Blei

Gemeinde warnt vor Gesundheitsgefährdung

Wedemark. Auch heute noch sind Bleirohre in der Wasserversorgung ein Problem. Bei bis 1973 erbauten Häusern gibt es zum Teil noch Reste oder eine komplette Bleirohrausstattung bei der Hausinstallation. „Die öffentlichen Leitungen sind bleifrei. In älteren Gebäuden können aber noch Reste verbaut sein. Installateure kennen die Problematik und können die Eigentümer informieren.“ so die Auskunft von Volker Krebs, Verbandsgeschäftsführer des Wasserverbandes Nordhannover.
Bernhard Römer vom Wasserverband Garbsen-Neustadt ergänzt: „Das Wasserleitungsnetz von Resse wurde erst 1959 gebaut, als man schon über die Gefährlichkeit von Blei informiert war. Blei findet man heute auch noch in Armaturen. Der Bleigehalt ist zwar gering, aber es wird dennoch ständig Blei freigesetzt. Bei Neuanschaffungen sollte man darauf achten, dass die Armaturen bleifrei sind. Das ist besonders kritisch bei No-Name-Produkten.“ Um bei Verdacht auf verbaute Bleirohre in der Hausinstallation eine Beprobung durchzuführen, reicht es nicht aus selber eine Probe in einer Flasche aufzufangen. Die Beprobung muss über ein Fachunternehmen durch ein bestimmtes Verfahren gezogen werden.
Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit hat in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Niedersachsen und verschiedenen Fachverbänden eine Broschüre herausgegeben, die über die Gefahren von blei im Trinkwasser informiert. Auch führt die Broschüre Adressen für weitere Informationen und Förderprogramme auf, um die Hausinstallation im selbst genutzten oder vermieteten Wohnraum zu sanieren. Die Faltblätter liegen im Rathaus der Gemeinde Wedemark, der Nebenstelle des Rathauses in der Stargarder Straße und im Kundenbüro der Gemeindewerke Wedemark aus, oder kann von der Website der Gemeinde ( http://www.wedemark.de) heruntergeladen werden.