Wedemärker für Grammy nominiert

Will Hartmann ist für den Grammy nominiert.

Tenor Will Hartmann singt die Partie des Laca in Leoš Janáčeks „Jenůfa“

Wedemark (awi). Am 15. Februar wird zum 58. Mal der wichtigste US-amerikanische Musikpreis, der Grammy, im Staples Center von Los Angeles vergeben.Und in den Reihen der Nominierten für die beste Opernaufnahme in der Kategorie klassische Musik wird in diesem Jahr ein Wedemärker sitzen und gespannt auf die Verkündung der endgültigen Juryentscheidung warten: Tenor Will Hartmann aus Bissendorf-Wietze, der für die DVD-Aufnahme von Leoš Janáčeks Oper „Jenůfa“ unter musikalischer Leitung von Generalmusikdirektor Donald Runnicles die Partie des Laca, eine der Hauptrollen gesungen hat.
Mit dem Grammy werden Musiker, Liedautoren und weitere erfolgreiche Akteure im Musikgeschäft ausgezeichnet. Grundlage sind Veröffentlichungen zwischen dem 1. Oktober 2014 und dem 30. September 2015. Die Nominierungen wurden bereits am 6. Dezember 2015 bekanntgegeben. Will Hartmann hat in seiner Karriere bereits mehrere hohe Auszeichnungen bekommen, doch der Grammy wäre der absolute Höhepunkt. Hartmann studierte als Bariton an der Musikhochschule Köln. In dieser Zeit wurde er erster Preisträger des Gesangwettbewerbes der MHS Köln, gewann den Gesangwettbewerb der Staatlichen Musikhochschulen NRW und den „Alexander-Girardi“-Wettbewerb für Oper und Operette. Außerdem wurde er Preisträger im Internationalen Gesangwettbewerbs für Wagnerstimmen in Strasbourg. Seine ers-ten Stationen waren das Opernhaus Köln und anschließend die Staatsoper Hannover, der er zehn Jahre angehörte, wo er erst alle Partien des Lyrischen und Kavalierbaritons sang und dann 2001 den Wechsel ins lyrische Tenorfach vollzog. Erste erfolgreiche Ausflüge dorthin unternahm er 1998 mit seinem Debüt am Royal Opera House Covent Garden in London als „Da-ud“ in konzertanten Aufführungen von Richard Strauss‘s Oper „Die Ägyptische Helena“ unter Christian Thielemann. Daraufhin wurde er im Januar 2000 für die Titelpartie aus „GAWAIN“ von Harrison Birtwhistle verpflichtet. Nach seinem gelungenen Fachwechsel 2001 sang Will Hartmann an allen führenden Opernhäusern, wie an der Bayerischen Staatsoper zum Beispiel den Jenik in „Verkaufte Braut“, den Maler in „Lulu, Tamino in Mozarts „Zauberflöte“, Matteo in Arabella, außerdem am Royal Opera House Covent Garden London, der Mailänder Scala, der Semperoper Dresden, am Staatstheater Stuttgart, der Deutschen Oper Berlin, am Teatre de Chatelet Paris, an der Komischen Oper Berlin, der Wiener Staatsoper und den Wiener Festwochen, bei den Bregenzer Festspielen, am Teatro del Liceu Barcelona, am Teatro Real Madrid, am Teatro San Carlos Lissabon und Teatro Massimo Palermo, an der Opera National de Rhin Straßbourg, an der Opera Bastille Paris und De Nederlandse Opera Amsterdam sowie am Grand Theatre de Geneve. Zu den kommenden Projekten des Wedemärker Tenors zählenunter anderem sein Debüt als Peter Grimes in der gleichnamigen Oper von Benjamin Britten am Staatstheater Bremen, am Royal Opera House Covent Garden die Uraufführung von „Morgen und Abend“ von Georg Friedrich Haas und Laca in „Jenufa“ am New National Theatre Tokyo. Also heißt es jetzt: „Daumen drücken für den 15. Februar, damit auch einmal ein Grammy in die Wedemark kommt!“