„Wedemärker können sich sicher fühlen“

Mellendorfs Kommisariatschef Knut Hallmann (M.) und die kommissarische KED-Leiterin Andrea Flohr berichteten auf EInladung von SPD-Ratsfraktionschef Helge Zychlinski von der Struktur der Polizei in der Region allgemein und der Situation der Polizei in der Wedemark im Besonderen. Foto: A. Wiese

Kommissariatschef zieht bei der SPD-Fraktion eine zufriedenstellende Bilanz

Wedemark (awi). Einen Überblick über die Situation der Polizei und der Lage für die Bürger in der Wedemark wollte sich die SPD-Ratsfraktion verschaffen und hatte dazu Mellendorfs neuen Kommissariatschef Knut Hallmann und die kommissarische Leiterin des kriminalen Ermittlungsdienstes, Andrea Flohr, in die Fraktion eingeladen, die in diesem Punkt auch presseöffentlich war. Das für die gesamte Gemeinde Wedemark zuständige Kommissariat in Mellendorf verfüge über rund 35 Mitarbeiter, von denen 40 Prozent weiblich seien, berichtete Hallmann. Im Rund-um-die-Uhr-Dienst leisteten die Mitarbeiter die gesamte Palette polizeilichen Handelns und bewältigten rund 300 Einsätze im Monat. Nicht vergessen werden dürfe dabei, dass auch Mellendorf Personal für die Einsatzhundertschaften stelle. Personell sei die 24-Stunden-Bereitschaft nicht immer einfach zu bewältigen. Aus Personalvertretungssicht sei der kurzfristige Wechsel von Spät-, Früh- und Nachtdienst sogar gesundheitsschädigend, räumte Hallmann ein. Doch die Personalstärke eines Kommissariats orientiere sich an Kennzahlen. Und die Kennzahlen für die Wedemark seien positiv – zu positiv, um hier mehr Personal zu bewilligen. Das Unfalllagebild rückläufig, die Kriminalitätsrate in der Wedemark niedrig – zum Glück, denn so könne er mit gutem Gewissen sagen, dass es sich in der Wedemark gut und sicher leben lasse, obwohl es natürlich auch hier Einbrüche gebe, aber nicht mehr als woanders auch, eher noch weniger. 1.491 Straftaten ständen einer Aufklärungsquote von 60,77 Prozent gegenüber – das sei die höchste seit 2007. 553 Tatverdächtige wurden ermittelt. Die Straftaten gliedern sich in 126 Rohheitsdelikte, 472 Eigentumsdelikte und 72 Wohnungseinbrüche, trugen Halmann und Flohr vor. Zwar sei die Zahl der Wohnungseinbrüche im Vergleich zum Jahr 2011 in 2012 um 84,6 Prozent angestiegen, doch sei die Kriminalhäufigkeitszahl mit knapp 5000 Punkten nur halb so hoch wie in der Stadt beziehungsweise der Region Hannover, gab der Kommissariatschef zu bedenken. Auf gar keinen Fall dürfe das jedoch ein Argument dafür sein, das „A-Klasse-Kommissariat in Mellendorf zu einer Station abzuwerten. „Ich wünsche mir, dass die Wedemärker SPD mich in meiner Argumentation unterstützt, hier die Rund-um-die-Uhr-Dienststelle auf jeden Fall zu erhalten“, betonte Knut Hallmann. Sei die Wache hier nachts nicht mehr geöffnet, bedeute dies, dass Personal aus Großburgwedel hier Streifen fahren müsse und das würde die Reaktionszeiten auf jeden Fall vergrößern, gab Hallmann zu bedenken. „Der Status dieses Kommissariats ist voll in Ordnung. Das will ich mal deutlich sagen, auch und gerade vor der Presse“, so Hallmanns eindeutiges Statement. Anschließend stellte er die Unfallzahlen für 2012 vor (siehe Bericht an anderer Stelle dieser Ausgabe).