Wedemärker verbrennt in seinem Auto

Nur noch tot konnten die Einsatzkräfte den 39-jährigen Wedemärker in der Nacht zum Mittwoch aus diesem völlig zerstörten und ausgebrannten Fahrzeug bergen, nachdem sie die Flammen gelöscht hatten. Foto: Feuerwehr

A4 prallt frontal gegen Baum und geht in Flammen auf

Wiechendorf (awi). In der Nacht zum Mittwoch ist ein 39-jähriger Wedemärker mit seinem Audi A4 Avant von der Kreisstraße 103 bei Wiechendorf abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Der Wagen ging in Flammen auf, der Fahrer verbrannte in seinem Wagen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren Mellendorf und Gailhof hatten bei ihrem Eintreffen keine Chance mehr das Opfer aus dem da bereits lichterloh brennenden Autowrack zu holen, erklärte Feuerwehr-Pressesprecher Michael Hahn.
Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge hatte der Mann gegen 3.40 Uhr mit seinem Audi A4 Avant die K 103, von Brelingen kommend in Richtung Wiechendorf, befahren und war kurz vor der Einmündung Hermann-Löns-Straße (K 144) auf gerader Strecke aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug fuhr frontal gegen den Baum und wurde durch den Aufprall völlig deformiert. Zwei Insassen eines Autos, das wenig später auf die Unfallstelle zukam, alarmierten die Rettungskräfte. Dass noch jemand auf dem Fahrersitz saß, konnten sie zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr erkennen. Für die Ortsfeuerwehren Mellendorf und Gailhof und die weiteren Einsatzkräfte war bei der Anfahrt bereits heller Feuerschein eines brennenden Pkw wahrnehmbar. „Die unmittelbar eingeleitete Erkundung und der Brandbekämpfungseinsatz mit Schaummittel und Wasser unter Atemschutzgerät ließ eine Person auf dem Fahrersitz des Fahrzeugs erkennen. Die anwesenden Sanitäter und der Notarzt konnten nur den Tod der Person feststellen. Wegen möglicher herausgeschleuderter weiterer Personen und zur Klärung wurde die unmittelbare Umgebung abgesucht. Es wurden keine weiteren Beteiligten aufgefunden“, schilderte Feuerwehr-Pressesprecher Michael Hahn die Abarbeitung des Unfalls aus der Perspektive der Einsatzkräfte. Nach Abschluss der Unfallaufnahme durch die Polizei und den Verkehrsunfalldienst habe das Unfallopfer nur unter Einsatz von schwerem hydraulischem Rettungsgerät geborgen werden können. Für die Feuerwehr war der Einsatz um 6.20 Uhr beendet. Sie war mit fünf Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften vor Ort. Die Kreisstraße 103 war für die Unfallaufnahme von 4 Uhr bis 8.15 Uhr voll gesperrt, zu nennenswerten Verkehrsbehinderungen kam es nicht, weil dort zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel Verkehr herrschte. Am frühen Vormittag reinigte die Straßenmeisterei die Unfallstelle und stellte Schilder auf, um die Geschwindigkeit im unmittelbaren Bereich der Unfallstelle auf 30 zu beschränken, da durch die Hitze der Flammen der Fahrbahnbelag beschädigt worden ist. Der Verkehrsunfalldienst Hannover hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Eine Obduktion des Unfallopfers wurde nicht angeordnet. Auch das Fahrzeugwrack wurde von der Polizei nicht zwecks technischer Untersuchung sichergestellt. Der 39-jährige ist der zweite Unfalltote in der Wedemark in diesem Jahr, bestätigte die Polizei. Im Februar war eine 19-jährige Wedemärkerin beim Überqueren eines Bahnübergangs in Wennebostel von einer S-Bahn erfasst und getötet worden.