Wedemärker wollen Sack behalten

Antrag heute auf der Tagesordnung

Wedemark. Der Seniorenbeirat der Wedemark hat sich in seiner 18. Sitzung einstimmig für die Beibehaltung der Sackabfuhr für Restmüll im Bereich der Gemeinde Wedemark ausgesprochen und stellt hiermit den Antrag an den Seniorenbeirat der Region, diese Forderung zu besprechen und die zustimmende Entscheidung des Gremiums an die entsprechenden Entscheidungsträger weiter zugeben. Heute steht dieser Antrag in der Sitzung des Seniorenbeirats der Region auf der Tagesordnung.
Der Wedemärker Seniorenbeirat begründet seinen Antrag damit, dass es in der Gemeinde Wedemark in der Vergangenheit bereits einmal eine Müllentsorgung mit einer Tonne gegeben habe. Dafür seien bauliche Maßnahmen erforderlich gewesen, um die Tonnen sachgerecht abstellen zu können. Nach Einführung der Sackabfuhr habe man allerorts diese Abstellmöglichkeiten wieder entfernt – das heißt man müsste bei Einführung der Tonne erneut tätig werden. Dies kann man der jetzigen Seniorengeneration nicht noch einmal zumuten. Dazu kommen die Probleme bei dem Transport der Tonnen. Es ist gesellschaftspolitisch gewünscht, das die Senioren und Seniorinnen so lange wie möglich in ihrer alten Wohnung (Haus) wohnen bleiben sollen. Wie soll jemand der auf einen Rollator angewiesen ist, eine Tonne bewegen. Auch wenn AHA berichtet, dass ihre Mitarbeiter aus Kulanzgründen 15 Meter Weg übernehmen, wird das denen nicht helfen, die die Tonne weiter entfernt von der Straße auf ihrem Grundstück abstellen müssen. Nach einer Umfrage vom Mai 2010 wohnen in der Wedemark etwa 75 Prozent der über 60-jährigen Bewohner und Bewohnerinnen allein in einem eigenen Haus, und sie wollen dort auch alt werden, damit verbunden ist die Entfernung des Abstellplatzes der Tonne zur Straße meist länger als 15 Meter. Weiter befürchtet der Seniorenbeirat Wedemark, dass durch das Volumen der Tonne, die Tonnen bei einem Einpersonenhaushalt nur alle fünf bis sechs Wochen zur Entleerung bereitgestellt werden. Nach unseren Erkenntnissen kommt ein Einpersonenseniorenhaushalt mit einem 30 Liter Sack drei bis vier Wochen aus. Man kann sich leicht vorstellen, was dann im Sommer in der Tonne, in der alle Lebensmittelreste entsorgt werden, los ist. Außerdem ist nicht auszuschließen, dass, wenn überall Tonnen aufgestellt werden, es zu illegaler und unsachgemäßer Müllentsorgung kommen wird.