Wedemark bei Kinderbetreuung spitze

Sind stolz auf das Abschneiden der Gemeinde Wedemark bezüglich des Standards im Kita-Ausbau in der Region: Bürgermeister Helge Zychlinski (von rechts), die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier, Teamleiterin Kinderbetreuung Esther Bänsch und Fachbereichsleiter Jörg Clausing. Foto: A. Wiese

Regionsbericht lässt keinen Zweifel an Familienfreundlichkeit der Gemeinde

Wedemark (awi). In der Wedemark gibt es jährlich rund 250 KinderNeugeborene: 241 waren es 2016, im Jahr davor sogar 267, in 2014 268. Und diese Kinder und ihre Eltern stoßen auf eine komfortable Betreuungssituation in der Gemeinde, die in der Region ihresgleichen sucht. Das macht der Bericht der Region zum Stand des Ausbaus der Kinderbetreuung zweifelsfrei deutlich: Die Wedemark liegt in allen Bereichen an der Spitze oder teilt sich die Spitze, gaben Bürgermeister Helge Zych-linski, die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier, Fachbereichsleiter Jörg Clausing und Teamleiterin Esther Bänsch hochzufrieden bekannt.
„Bei der Betreuung der unter Dreijährigen sind wir mit 345 Krippenplätzen sogar einsame Spitze“, resümierte Bürgermeister Zych-linski. Die Versorgungsquote der Null- bis Dreijährigen habe zum Stichtag 43,9 Prozent betragen, die Quote der Ein- bis Dreijährigen mit Rechtsanspruch 64,9 Prozent. Dabei sei die Tagespflege eingerechnet. Der Krippenbereich sei besonders beachtenswert, denn hier biete die Wedemark fast ausschließlich Ganz- und Dreiviertel-Tagesplätze, während viele andere Kommunen in der Region nur Halbtagsplätze zur Verfügung hätten. Im Kita-Bereich teilt sich die Wedemark den Spitzenplatz mit Burgwedel. Beide kommen auf 102,4 Prozent. Dabei seien Sondereinrichtungen wie der integrative Kindergarten Domino noch nicht mitgerechnet. Die Prozente, die über die 100 Prozent hinausgehen sind wichtig, wenn unterjährig Kinder das dritte Lebensjahr vollenden und schon im noch laufenden Kindergartenjahr aufgenommen werden sollen. Mit eingerechnet im Bedarfsplan ist die Betriebs-Kita von Sennheiser mit 20 Plätzen. Unangefochten an der Spitze liegt die Wedemark bei der Schulkinderbetreuung. Für 35,5 Prozent der Erst- bis Viertklässler werden Hortplätze bis 17 Uhr vorgehalten. Mit diesen Zahlen ist die Wedemark im Bereich der ganztägigen Schulkinderbetreuung sogar im Spitzenfeld von ganz Niedersachsen. „Und wir ruhen uns darauf nicht aus“, versicherte der Bürgermeister. Es gehe weiter und gebe immer wieder Veränderungen. So gingen 2017 zum Schuljahresbeginn im August drei neue Ganztagsschulen an den Start: Hellendorf und Elze als offene, Resse als teilgebundene. Die restlichen Schulen würden 2018 nachziehen. In Bissendorf ist die Ganztagsschule bereits 2016 realisiert worden. In Bewegung sei jedoch auch der Krippenbereich, wo rege Bautätigkeit herrsche. 8,5 Millionen Euro an Zuschüssen investiere die Gemeinde im Kita-Bereich im Jahr, betonte Zychlinski. Dabei sei der Ganztagsschulbereich nicht eingerechnet. Rund 130 Erzieher seien im Kita-Bereich beschäftigt, fünf Stellen zurzeit unbesetzt. Die Gemeinde sei ständig auf der Suche nach qualifiziertem Personal, setze auf berufsbegleitende Ausbildung und nehme auch Praktikanten auf. Der Fortbildung auf diesem Sektor werde in der Gemeinde Wedemark ein großer Stellenwert eingeräumt. Neuestes Projekt der Gemeindeverwaltung ist eine Ferienbetreuung, die nicht nur in den großen Ferien im Sommer die deutlich vorhandenen Lücken schließt. „Das sei eine klare Ausrichtung der Gemeinde auf Familienfreundlichkeit“, betonte der Bürgermeister. Eine bessere Werbung für die Wedemark als Wohnstandort könne sich die Kommune nicht wünschen. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in den genannten Einrichtungen sei von 5,9 Prozent in 2007/2008 auf mittlerweile 16,5 Prozent in 2015/2016 gestiegen, gab Teamleiterin Esther Bänsch bekannt. In der Wedemark gebe es acht kommunale Einrichtungen und 15 Einrichtungen von zehn freien Trägern. Auch die Trägervielfalt zeichne die Wedemark aus. Es gebe als kommunale Einrichtungen die Horte in Bissendorf, Elze und Mellendorf sowie die Kitas in Bissendorf (Henstorf-Kita), Wennebostel, Abbensen, Elze und Mellendorf (KiTamiTu). Das DRK betreibe die Kindergärten in Hellendorf und Bissendorf-Wietze, die evangelische Kirche die Kindergärten in Bissendorf (Güldener Winkel und Kranichweg), in Brelingen, in Mellendorf (Krausenstraße) und in Resse, das Montessori-Projekt Wedemark den Hort Montessori in Bissendorf-Wietze, die GbA Langenhagen den Kindergarten Domino in Mellendorf, die Sennheiser electronic GmbH die KiTa Ohrwürmchen in Wennebostel, der Verein der Kinderfreunde die KiTa WEDEracker am Gilborn und die Krippe am Teich (beides in Mellendorf), der Verein Zwergenburg die KiTa Zwergenburg in Elze, der Verein Lüttenbaach die Krippe Lüttenbaach in Brelingen und der Verein Waldkinder Wedemark den Waldkindergarten in Bestenbostel. „Wir setzen ganz klar auf das Subsidiaritätsprinzip und damit verstärkt auf freie Träger“, erklärte der Bürgermeister. Wichtig sei, dass die Eltern ihre Kinder an einer zentralen Stelle anmelden könnten, nämlich bis zum 31. Januar 2017 für das im August beginnende nächste Kindergartenjahr bei der Gemeinde Wedemark, die die Kinderbetreuung seit 2007 bedarfsgerecht immer weiter ausgebaut habe.