„Wedemark mustergültige Gemeinde“

SPD-Landesfraktionschef Stefan Schostok (links) folgte der Einladung von Gemeindebürgermeister Tjark Bartels und machte sich ein Bild vom Schulzentrumsneubau in Mellendorf. Foto: S. Birkner

SPD-Landesfraktionschef Schostok begrüßt Schulzentrumsneubau

Mellendorf (sb). Nicht nur die Kommunalpolitik macht in diesen Wochen Sommerpause, auch in den Deutschen Landtagen werden derzeit keine Beschlüsse gefasst. Dennoch nehmen die Abgeordneten ihre Funktion als Volksvertreter ernst und demonstrieren dieser Tage mehr Bürgernähe denn je. Der SPD-Fraktionschef im Niedersächsischen Landtag, Stefan Schostok, besuchte in dieser Woche die Wedemark, um sich ein Bild von dem bestimmenden Thema der hiesigen Kommunalpolitik zu machen: Dem Schulzentrumsneubau in Mellendorf. Gemeindebürgermeister Tjark Bartels brachte ihn am vergangenen Montag auf den neusten Stand des Bauprojekts und erläuterte ihm dessen Hintergründe und Folgen.
Schostok lobte den Mut der Wedemärker Verantwortlichen, sich dem Mammut-Projekt anzunehmen. „Ich bin mir im Klaren darüber, dass der Schulzentrumsneubau den Gemeindehaushalt über Jahrzehnte belasten wird“, sagte der Sozialdemokrat. Dennoch betrachte er es als „den einzig richtigen Weg“, in Bildung zu investieren. Im Hinblick auf die anstehende Sparklausur der schwarz-gelben Landesregierung befürchte er, dass in genau diesem Bereich Einsparungen verabschiedet würden.
Sein Besuch in Mellendorf stimmte den Politiker eigener Aussage nach „sehr optimistisch“. Er bezeichnete die Wedemark als „mustergültige Gemeinde“, die im regionalen Vergleich aufgeholt und in Sachen Zukunftsplanung überlegt und vorausschauend gehandelt habe. „Die Kommune hat hervorragend agiert, indem sie ihre Kinder- und Familienfreundlichkeit genauestens analysierte, anstatt überhastete Beschlüsse zu fassen“, lobte Schostok.
Bartels bezeichnete den Schulzentrumsneubau als „Investition in die Zukunft“. Es sei eines der vorrangigen Ziele seiner Politik, Familien langfristig zu binden. „Trotz der Tendenzen des demografischen Wandels soll die Wedemark auch in Zukunft eine wachsende Gemeinde bleiben“, erklärte Bartels. Es habe somit höchste Priorität, die für Familien besonders entscheidenden Standortfaktoren wie das Schul- und Betreuungsangebot gesondert zu fördern. Nach der erfolgreichen Installation der IGS werde das neue Schulzentrum die Attraktivität der Gemeinde für Familien komplettieren, wie der Bürgermeister feststellte. Der Umzug in den Neubau soll nach wie vor zum Schuljahr 2011/2012 stattfinden.