Weihnachten im Schuhkarton

Stolz präsentieren die Kinder der Kindertagesstätte St. Martini in Brelingen die Päckchen, die sie für „Weihnachten im Schuhkarton" gepackt haben.

Kinder und Eltern der Kita Brelingen haben fleißig gepackt

Brelingen (awi). „Wir haben ganz viel Schokolade eingepackt und ich hab gar nichts geklaut", „Und wir eine Zahnbürste und leckere Zahnpasta", „Und ich einen Kuschelelch" – die Kinder überschreien sich gegenseitig vor Eifer, als sie erzählen, was sie denn mit ihren Eltern alles für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton" zusammengestellt haben. Zum ersten Mal macht die Kindertagesstätte St. Martini in Brelingen bei der Aktion von „Geschenke der Hoffnung" mit. Kindern in Not eine Freude machen, Kindern, die vielleicht in ihrem ganzen Leben noch kein Geschenk bekommen haben – das steht hinter der Aktion. „Unsere Päckchen gehen nach Polen und in die Slowakei", berichtet Kita-Leiterin Silke Kuschel-Schenk. 39 Päckchen sind zusammengekommen, „für den Anfang nicht schlecht", findet die Leiterin. Gestern haben sie und ihre Kolleginnen die Päckchen zur Sammelstelle gebracht. Von dort werden sie weiter transportiert und um Weihnachten rum verteilt. Süßigkeiten, Kleidung, Kuscheltiere, Spielzeug, Schulsachen und Hygieneartikel – Eltern und Kinder hatten viele Möglichkeiten, ihren Schuhkarton zu bestücken. Lediglich bestimmte Süßigkeiten und Kriegsspielzeug beispielsweise waren ausgenommen. Aufkleber machen deutlich, ob der Inhalt eher für ein Mädchen oder einen Jungen und für welche Altersgruppe geeignet sind. Die Päckchen sind mit abnehmbaren Deckeln versehen, denn sie müssen kontrollierbar sein. Der Wert des Inhalts ist jedem Spender selbst überlassen. „Für die Kinder in den Empfängerländern ist so ein Päckchen ein Schatz", weiß Silke Kuschel-Schenk, die bei einer Fortbildung auf die Aktion aufmerksam wurde. Sie findet die Transparenz der Aktion gut. Die Verteilung wird über Pastoren vor Ort organisiert und auf Wunsch kann man selber mitfahren und mitverteilen. Die Kinder haben in ihren Gruppen einen Film von der letzten Verteilaktion gesehen und waren von der Freude der kleinen Empfänger sehr beeindruckt. Einige haben in ihre Päckchen einen kleinen Brief – auf Englisch – oder sogar ein Foto von sich gepackt. Es gibt theoretisch auch die Möglichkeit, seine Adresse aufzuschreiben, um vielleicht einen Dankesbrief zu erhalten. „Aber darauf kommt es ja gar nicht an. Wir möchten einfach nur eine Freude bereiten", sagt Silke Kuschel-Schenk.