Weihnachtsmärkte haben Hochkonjunktur

Weihnachtsmarkt in Mellendorf. Foto: A. Wiese
 
Weihnachtsmarkt in Negenborn. Foto: A. Wiese

Da duftet es nach Glühwein und Würstchen

Wedemark (awi). Das Schönste an den Wedemärker Weihnachtsmärkten ist: Man sieht so gut wie keine fliegenden professionellen Händler (lediglich Mellendorf war eine Ausnahme). Süßigkeitenbuden sind davon übrigens ausdrücklich ausgenommen. Die gehören zum Weihnachtsmarkt dazu. Die Weihnachtsmärkte werden größtenteils organisiert und bestückt von Vereinen und Hobbykünstlern, die ein ganz erstaunlich attraktives Angebot auf die Beine stellen. Dabei haben die Märkte alles, was zu einem Weihnachtsmarkt einfach dazu gehört, vom Glühwein über die selbst gestrickten Socken bis zu Schmalzkuchen. Und doch ist jeder anders und hat sein ganz eigenes Flair. Der Bissendorfer Weihnachtsmarkt ist der einzige ehrenamtlich organisierte Markt in der Wedemark, der über zwei Tage geht. Die Atmosphäre in Amtshof und Amtsgarten ist unschlagbar. Glühwein, der im offenen Topf über dem Feuer brodelt gehört ebenso dazu, wie die Jurte des Vogesenzeltlagers, dessen Teamer Aktivitäten für Kinder anbieten. Die Vereine überbieten sich im Amtsgarten mit fantasievollen Punschvariationen und wer Natur mag, war am Stand von Jan Mysegades genau richtig, wo es Informationen über Produkte, Lieferanten und das Kuhlmann‘s Restaurant gab. In Mellendorf hat es sich bewährt, die Stände rund um die St.-Georg-Kirche anzusiedeln. Auch hier waren unter den Standbetreibern neben Vereinen und Geschäftsleuten engagierte Schüler wie die Abschlussklasse 10b der Realschule, die fleißig Kekse gebacken hatte, um ihre Abschlusskasse aufzubessern, oder die Schützen, die zünftig Glühwein brauten. Familie Pluschke schoss mit ihrem „Deichpetter“ wieder den Vogel ab. Dem Apfelsaft-Gebräu gaben viele Besucher, die es aus den Vorjahren schon kannten, den Vorzug vor dem „normalen“ Glühwein. Sehnsüchtig warteten die Kleinen auf den Weihnachtsmann, den MPM auch diesmal mit vielen kleinen Geschenken ausgestattet hatte. In der Kirche konnte man vom Weihnachtsstress verschnaufen und sich besinnliche musikalische Weisen anhören.
In Elze gehört die von Blau-Gelb Elze organisierte Tombola zu den Highlights des Weihnachtsmarkts. Die Lose gehen jedes Jahr weg wie die berühmten warmen Semmeln. Erstaunlich, was sich auch hier die Kinder jedes Jahr einfallen lassen: Die Mädchen vom Reit- und Fahrverein Elze-Bennemühlen zauberten Crepes wie am Fließband – jeder Cent ging in die Vereinskasse für ein neues Voltigierpferd. Für die eigene Kasse waren Clemens Lindwedel aus Elze und sein Freund aktiv geworden: Die beiden hatten fleißig Nistkästen gezimmert und sie in verschiedenen Designs bemalt. Vor allem gefragt: Die Hannover-96-Motive. Wer beim Weihnachtsmarkt keinen abbekommen hat oder nicht da war, die Jungs nehmen auch noch Bestellungen entgegen und orientieren sich im Design an den individuellen Wünschen der neuen Nistkastenbesitzer. In Negenborn reihten sich die Buden wieder rund um die Kapelle. Auch dieser von der Feuerwehr organisierte Weihnachtsmarkt war sehr gut besucht. Da wurde Stockbrot am offenen Feuer gebacken, geshoppt und geklönt. Insgesamt ein harmonisches zweites Adventswochenende in der Wedemark.