Weiße Pfoten als Zeichen der Reinheit

Zwei „Heilige Birma“-Kätzchen. Foto: L. Irrgang

Familie Weggen züchtet in Mellendorf „Heilige Birma“-Katzen

Mellendorf (ig). Brego, Bonnie, Brianna und Boromir, so heißen die jüngsten Bewohner bei der Familie Weggen in Mellendorf. Die vier sind gut neun Wochen alt und der jüngste Nachwuchs der „heiligen Birma“-Katzen der Familie. „Wir haben uns für diese Rasse Katzen entschieden, weil Sie sehr auf die Menschen achtet, sich an den Menschen orientiert“, so Bärbel Weggen im Gespräch mit dem ECHO, „das ist das Schöne an diesen Katzen.“ Seit etwa einem guten Jahr habe man die Katzen bei sich, „und dies ist schon der zweite Wurf, den wir haben.“ Zusammen mit ihrer Tochter Nina kümmert sich Bärbel Weggen um die kleinen Kätzchen und deren Start in die Welt. Äußerst besonders an dieser Rasse sei außerdem die unterschiedlichen Farbgebungen an ganz bestimmten Stellen und zwar an den kühlsten Körperstellen, die so genannten „Pointsfarben“, etwa an Ohren, Beinen und Schwanz. Dort ist das Fell dunkler als am Rest des Körpers, wo die Fellfarbe eierschalenfarben ist. „Obwohl es etwas länger ist, ist das Fell sehr pflegeleicht bei diesen Katzen“, so Weggen. Doch ausschlaggebend für den Einstieg in die Zucht war nicht allein die Pflegeleichtigkeit der Tiere, vor allem war es das Wesen der aufgeweckten Tiere. Dass es auch eine interessante Legende rund um die „Heilige Birma“ gibt „fanden wir zwar interessant, aber es handelt sich um eine Legende, die nicht historisch belegt ist“, so Weggen. Denn so soll einmal in einem Kloster am Lugh-Gebirge eine Birmakatze die Seele eines sterbenden Mönches und somit des gesamten Klosters gerettet haben. Und seit dieser Zeit sollen alle Katzen in den Tempeln von Birma ein goldenes Rückenfell, weiße Handschuhe und vor allem saphirblaue Augen haben. Der Legende nach wurden die Pfoten aufgrund der Reinheit weiß, „man kann somit sagen, dass die weißen Pfoten der heiligen Birmas ein Zeichen der Reinheit sind.“ Die Legende rund um die besondere Rasse sei bei der Entscheidung für die Rasse nicht mit ausschlaggebend gewesen, „dennoch ist eine Geschichte, die die Katzen irgendwie besonders macht“, so Weggen. Im 19.Jahrhunder sei die Katzenrasse aus Asien nach Europa gekommen, „ein Pärchen, wobei der Kater die Fahrt nicht überlebte.“ In Frankreich seien dann Siam- und Perserkatze eingekreuzt worden, „und so ist diese Rasse dann letztendlich auch entstanden.“
Um die Haltung und auch die Zucht in einer gewissen Ordnung zu gewährleisten, sei man in den Felidai e.V. eingetreten. „Uns war es sehr wichtig, Mitglied in dem Verein zu sein, denn so findet auch eine Kontrolle statt.“ Beispielsweise werde durch den Verein gewährleistet, dass die Katzen nicht zu oft gedeckt würden. „Eine solche Kontrolle würde nicht stattfinden, wenn wir nicht auch in dem Verein organisiert wären.“ Denn gerade bei Rassekatzen sei es wichtig, dass man die Zucht in natürlichem Maß betreibe, „die Katzen gesund sind und gerade nicht überzüchtet werden.“ Es sei vor allem aber die Freude und der Spaß, den diese besonderen Katzen mitbringen, was die Weggens zur Zucht veranlasst hat. Großen Wert wird auf die Sozialisierung der Katzen gelegt, bevor sie von den Weggens abgegeben werden, „aus diesem Grund geben wir unsere Katzenbabys auch erst mit 12 Wochen ab, die Mutter bringt den Jungen in den ersten Wochen noch viele wichtige Dinge bei.“ Weitere Infos und auch zahlreiche Bilder rund um die Zucht der „Heiligen Birma“-Katzen in Mellendorf sind unter www.birma-anfurthen.de zu finden.