Weiter Planungsmittel für Y-Trasse

Wedemärker Bürgerinitiative reagiert mit Unverständnis

Wedemark. Mit großem Unverständnis reagiert die Bürgerinitiative „Bürger für eine lebenswerte Wedemark“ e.V. auf die Entscheidung der Landesregierung Niedersachsen, Finanzmittel in Höhe von zehn Millionen Euro für die weitere Planung der Y-Trasse bereitzustellen. Die Mittelfreigabe erfolge trotz Kenntnis der Tatsache, dass der Bund langfristig nicht über ein ausreichendes Budget verfüge, den Neubau real zu finanzieren, schreibt der Sprecher der Initiative, Christoph Chilla, in einer Pressemitteilung. Dieses Geld helfe niemandem. Es werde keine absehbare Transportlösung für den wachsendem Güterverkehr gefunden.
Der in sämtlichen bisherigen Gutachten zum Thema „Y“ geforderte dringend notwendige Ausbau der bestehenden Eisenbahnstrecken werde weiterhin blockiert.
In Zeiten knapper Kassen werde ein Bauprojekt am Leben gehalten, dessen Fertigstellungstermin und Gesamtkosten völlig unklar blieben. Die Entscheidung schade norddeutschen Interessen, weil die Bahnanbindung der Häfen nicht vorangetrieben werde. Bewusst werde die warnende Feststellung des Umweltbundesamtes vom August 2010 ignoriert, wenn die Behörde feststellten:
„Das Y ist der sichere Weg, den Vor- und Nachlauf der norddeutschen Seehäfen zu verstopfen.“ Die Bürgerinitiative fordert weiterhin mit Nachdruck die Realisierung der vorliegenden Alternativkonzepte zur Y-Trasse: „Ausbau statt Neubau“.