Wenn es im Schornstein brennt

Die Feuerwehr Oegenbostel bildete sich in der Schornsteinfegerschule Langenhagen weiter.

Feuerwehr Oegenbostel übt Schornsteinbrandbekämpfung

Oegenbostel/Langenhagen. Zu einer Weiterbildung trafen sich Angehörige der Feuerwehr Oegenbostel in der Landesschornsteinfegerschule in Langenhagen. Unter fachkundiger Anweisung des Schornsteinfegermeisters Siegmund Gonsior erfolgte zunächst eine Einweisung in die verschiedenen Feuerstätten. Hier im Unterrichtsraum sind Brennöfen und Schornsteine aufgebaut, die es dem Absolventen der Ausbildung ermöglichen, eine Feuerstätte von der Sole bis zum Schornsteinkopf kennen zu lernen. Auf Gemeindeebene hat die Ortswehr Oegenbostel die Aufgabe, bei Schornsteinbränden auszurücken. Dies erfordert ein hohes Maß an Fachwissen über die Gefahren eines solchen Brandes. Unvollständig verbrannter Kohlenstoff dehnt sich um das Siebenfache aus und setzt den Schornstein zu. Bei Brenntemperaturen um 800 Grad Celsius und verminderter Luftzufuhr entzündet sich der dadurch entstandene Ruß. Löschen mit Wasser würde den Schornstein sprengen. Hier kann nur mit dem Kehrgerät gearbeitet werden, um den Zug von den brennbaren Stoffen zu befreien. Ein kontrolliertes Ausbrennen wäre zu gefährlich, der Schornstein könnte reißen.
Nachdem die Feuerwehrangehörigen verschiedene Brandszenarien durchgeprobt hatten, wurde im Anschluss die neue Drehleiter der Langenhagener Feuerwehr in Augenschein genommen und ausgiebig erprobt. Denn im Bedarfsfall wird auch mittels Drehleiter gearbeitet, wenn es nicht möglich ist, über den Dachstuhl an den Schornstein heranzukommen. Man kam überein, dass es eine sehr gelungene Veranstaltung war und alle sich gern erneut zur Weiterbildung treffen wollen.