Wertstoffhof Nord eröffnet im November

Die Erdarbeiten haben begonnen. Freuen sich, dass es nun tatsächlich in absehbarer Zeit mit dem Wertstoffhof im Bissendorfer Gewerbegebiet losgeht: (v. r.) aha-Geschäftsführerin Kornelia Hülter, die Kommunalpolitiker Christa Bogenschütz, Helge Zychlinski, Wilhelm Lucka, Jürgen Benk, Rebecca Schamber, ein Mitarbeiter der Firma Matthäi und Beate Vielhaber vom Sachgebiet Bauplanung bei aha. Foto: A. Wiese

aha hat mit den baulichen Maßnahmen Auf der Haube in Bissendorf begonnen

Bissendorf (awi). „Der Wertstoffhof Nord wird der neueste und schönste Wertstoffhof, den wir haben“, schwärmte aha-Geschäftsführerin Kornelia Hülter gestern bei einem Besichtigungstermin mit Mitgliedern der Ratsfraktion von SPD und Grünen am vorgesehenen Standort Auf der Haube im Gewerbegebiet Bissendorf. Und die weitere gute Nachricht: Der neue Recyclinghof wird nach mehrmaligen Verzögerungen jetzt endgültig Ende November diesen Jahres eröffnet.
900.000 Euro hat aha in den Grundstückserwerb investiert, für weitere 750.000 Euro jetzt Aufträge für die notwendigen Arbeiten vergeben. Damit sei man sogar unter dem geplanten Budget geblieben, freute sich Hülter. Der 21. Wertstoffhof in der Region sei wirklich dringend nötig gewesen. Der Norden Hannovers war bisher ein weißer Fleck auf der Wertstoffhoflandkarte. Nach jahrelangem Hin und Her beim Standort habe man schließlich „durch das Mitdenken von Bürgermeister Bartels“ diesen idealen Standort gefunden, der als ehemaliger Parkplatz sogar bereits befestigt und eingezäunt gewesen sei. Lediglich die zwar bekannten leichten Bodenkontaminationen hatten zu Zeitverzögerungen geführt, weil vertragsrechtliche Dinge abzuklären waren. Doch jetzt werde definitiv noch dieses Jahr die Eröffnung des 11.687 Quadratmeter großen Wertstoffhofes gefeiert werden können. 22 Wertstofffraktionen würden auf dem Hof erfasst werden, berichtete Hülter. Und die Verkehrsregelung sei gewährleistet. Bis zu 250 Anlieferer pro Stunde – das entspreche der Spitzenlast eines Sonnabendvormittags – fänden auf den Stellflächen Platz, wenn man fünf Minuten Verweilzeit pro Anlieferer rechne. Diese Rechnung erschien Jürgen Benk von der SPD allerdings etwas sehr optimistisch. „Wenn wir zum Wertstoffhof fahren, wollen wir auch Spaß haben und halten uns dort mindestens zehn Minuten auf“, schätzte der SPD-Politiker. Zusätzlich könne man 40 Autos in der Warteschlange auf dem Hof unterbringen, rechnete Kornelia Hülter vor. Durch die Verkehrsführung auf dem Wertstoffhof werde verhindert, dass die Bürger von den Lastwagen, die die Container tauschten, irritiert würden. Gerade dieser Austausch bei laufendem Betrieb sei eine Gefährdung für die, die zwischen den Container umherliefen, um ihre Wertstoffe wegzusortieren. Bis auf wenige Ausnahmen würden Press-container aufgestellt, erklärte Hülter. Und auch Schadstoffe würden angenommen.
Zurzeit ist die Baufirma Matthäi aus Langenhaben gemeinsam mit Subunternehmern gerade dabei, den Boden dort auszutauschen, wo die LKW-Spur vorbereitet werde. Wo der Platz versiegelt ist, bleibt der Boden zunächst unberührt. Wird die Versiegelung aber irgendwann erneuert, muss auch der Boden ausgetauscht werden, erfuhren die Kommunalpolitiker. Die Belastung des jetzt ausgekofferten Bodens im Randbereich wird überprüft und der Boden fachgerecht entsorgt, versicherte die aha-Geschäftsführerin. Im Zuge der weiteren Arbeiten werden die Pflanzbeete vom früheren Parkplatz entfernt und die Hauptzufahrt verbreitert. Die Öffnungszeiten des neuen Wertstoffhofes decken sich mit den der anderen Höfe in der Region: dienstags von 9 bis 18.30 Uhr, mittwochs bis freitags von 9 bis 16 uhr, sonnabends von 9 bis 14 Uhr. In der Regel sollen zwei Mitarbeiter von aha auf dem Hof während der regulären Öffnungszeiten anwesend sein. Für sie entstehen in einem Container ein Büro, Aufenthaltsraum, Umkleiden und Sanitärräume, erläuterte Beate Vielhaber vom Sachgebiet Bauplanung von aha. SPD-Fraktionschef und Regionsabgeordneter Helge Zychlinski betonte noch einmal ausdrücklich, dass diese „Segnung eines Wertstoffhofes“ für die Bürger absolut kostenfrei sei. Nach den Vorbildern von Garbsen und Sehnde biete sich den Bürgern hier ein sicherer, bequemer und kostenloser Entsorgungsweg für eine Vielzahl an Wertstoffen. In Spitzenzeite werde mit rund 2.500 Besuchern täglich gerechnet, bestätigte aha-Geschäftsführerin Kornelia Hülter.