WGW kämpft für Radweg an K 104

Bauausschuss hat mehrheitlich für anderen Radweg entschieden

Wedemark. Am Montag haben sich im Bauausschuss alle vier Parteien gegen den Widerstand der Wählergemeinschaft Wedemark (WGW) dafür ausgesprochen, den Radweg von Brelingen nach Bennemühlen (K104) zu Gunsten der Verbindung von Resse nach Wiechendorf aufzugeben. Hintrgrund ist, dass eine bereits einprioriosierte Planung ohne Anhörung im Ortsrat über den Haufen geworfen wird.
Die WGWler Sascha Böhnke und Patrick Cordes hatten am Samstag vor dem Brelinger EDEKA Einkaufsmarkt Poppe innerhalb kürzester Zeit rund 150 Unterschriften für eine Petition gesammelt, die Priorität so zu belassen und den Radweg wie geplant zwischen Brelingen und Bennemühlen zu bauen. Man brauchte nicht viel erklären - "Sprachlosigkeit und Kopfschütteln führten dazu, dass es zeitweise zum Schlange stehen kam, weil nur zwei Schreibretter im Einsatz waren", so Sascha Böhnke. Die Brelinger Bürger fühlten sich hier so langsam veräppelt. „Wir waren selbst von dem starken Zuspruch dieser kurfristigen Stundenaktion überrascht“, so die beiden WGWler.
Im Zuge der Übergabe im Bauausschuss hat Gemeinderats- und Ortsratsmitglied Patrick Cordes darauf hingewiesen, dass die Strecke zwischen Brelingen und Bennemühlen sehr kurvenreich und unübersichtlich ist und zusätzlich starker Verkehr auf dieser Strecke aufgrund des Abtransportes von Kies und Sand aus Negenborn (Grube Papenburg) und Brelingen (Grube Rheinumschlag und Brechanlage Buttenhoff) herscht. "Die Verwaltung sieht hier abnehmenden Verkehr, was nicht zu verstehen ist", so Patrick Cordes. Eine Ausage über abnehmenden LKW Verkehr seitens der Verwaltung zu hören, zeugt schon von einer gewissen Ignoranz, so Sascha Böhnke weiter. Natürlich wäre es ihnen als Wedemärker auch lieber, beide Radwege zu bauen, jedoch wiegen wir die seitens der Verwaltung vorgetragenen Argumente wie Kosteneinsparungen und fehlende Radanbindung nach Resse nicht so hoch, wie die Gefährdung von Menschenleben. Abgesehen davon werde durch den Radweg natürlich auch das Naherholungskonzept Brelinger Berg unterstützt. Der geologsiche Wanderpfad sowie das Gebiet als solches bieten genug Gründe für einen Ausflug mit dem Rad. In der Sitzung habe der Bürgermeister diesen Punkt zunächst nicht zu Entscheidung vorlegen wollen, um noch ein Gespräch mit den Ortsräten aus Resse, Brelingen und Elze-Bennemühlen zu führen. Die Gemeinderatsmitglieder Rudi Ringe, Jochen Pardey und Hermine Rüfer hätten hier jedoch ein Votum gewollt und es gegen die Strecke Brelingen-Bennemühlen getroffen. „Ich gehe davon aus, dass das Thema leider politisch gegessen ist“, so Cordes, der am Ende nochmal darauf hinweist, dass zur Zeit ein Mahnmal in Brelingen stehte Aus Rictung Negenborn kommend, befinde sich hier zur Zeit eine Ampelanlage, die für die Gefährlichkeit der LKW-Rennstrecke" zur Zeit im Eingangsbereich von Brelingens aus Richtung Negenborn steht: Diese regelt den Verkehr dort einspurig, wo vor einigen Jahren eine Kindergärtnerin auf die Straße ausgewichen ist, weil der Radweg aufgrund von Wasser nicht passierbar war.