Wichtiger Übergang vom Gehölz zur Freifläche

Die Anpflanzung der Hecke auf der Schadehoper Waldwiese war eine Gemeinschaftsaktion von Pfadfindern und NABU. Foto: A. Wiese

NABU pflanzt Hecke auf Schadehoper Waldwiese an

Schadehop (awi). Gemeinsam mit den Pfadfindern aus der Wedemark hat die NABU-Ortsgruppe am Sonnabend an der Schadehoper Waldwiese in der Nähe der Brelinger Heidelbeerplantage auf ihrem Grundstück eine Hecke angepflanzt. „Eine Hecke ist Lebensraum für eine große Artenvielfalt und ein wichtiger Übergang vom Gehölz zur gehölzfreien Fläche", erklärte am Rande der Pflanzaktion der Biologe Wilfried Schulz. Das durch den Schadehoper Graben geteilte NABU-Grundstück beinhaltet auch bereits auf der anderen Grabenseite eine Hecke, die inzwischen schon erkennbare Ausmaße angenommen hat. Die neue Hecke wird mehrere Jahre durch einen Zaun vor Verbiss geschützt werden müssen, um ebenso gut gedeihen zu können. Haselnuss, Weißdorn und Pfaffenhütchen, Schlehe, Hundsrose und Holundern haben die fleißigen Helfer am Sonnabendvormitttag in den vorgeschriebenen Abständen voneinander gesetzt. Immer zwei Meter auseinander und in einem Reihenabstand von einem Meter. Rund 700 Euro hat der NABU in die Maßnahme auf dem etwa fünf mal 66 Meter breiten Streifen investiert. 130 Pflanzen wurden in die Erde gebracht und umzäunt, erläutert NABU-Vorsitzender Martin Lilienthal. Die fachliche Betreuung lag in den Händen von Wilfried Schulz, denn „ohne Wissen kann man nicht schützen", waren sich die NABU-Ehrenamtlichen einig, für Optimierung von Biotopen und Artenschutz in der Wedemark sorgen wollen und sich freuen, dass mit den neuen Hecken nicht nur neuer Lebensraum für Insekten und Vögel, sondern auch Futter für den Winter für die verschiedensten Tierarten geschaffen wird. „Hecken kommt eine Mehrfachfunktion zu. Sie sind selbst höchst bedeutende Lebensräume, in denen aufgrund ihrer ökologischen Beschaffenheit als quasi ,doppelter Waldrand' mehr als 1.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten festgestellt wurden, sie vernetzen andere Lebensräume als Korridore miteinander und sichern damit deren Überleben, und sie sind ein bedeutender Schutz gegen Regen und Wind - angesichts der durch den Klimawandel extremeren Hitzeperioden und stärkerer Stürme ein nicht zu unterschätzender Faktor“, mahnt auch NABU-Geschäftsführer Rüdiger Wohlers: „Wer einmal die 'kleinen Sandstürme' an kahlen Großfeldern erlebt hat, wird verstehen, was gemeint ist.“