Wie gestaltet sich der K 107-Ausbau?

Der bisherige Gehweg an der Einmündung von der Lindenstraße zur Straße In Wennebostel soll im Zuge des Straßenausbaus zurückversetzt werden und jenseits der Bäume verlaufen. Foto: B. Stache
 
Die Kreisstraße (K 107) von Gailhof kommend soll in Wennebostel ausgebaut und mit einem Gehweg versehen werden. Foto: B. Stache

Region und Gemeinde informieren Ortsrat und Bürger in Wennebostel

Wennebostel (st). In der 14. öffentlichen Sitzung des Ortsrats Wennebostel am Dienstagabend im Gasthaus Bludau waren die „Informationen über den Ausbau der K 107 in der Ortsdurchfahrt Wennebostel und die Erweiterung des Regenwasserkanals“ der bestimmende Tagesordnungspunkt. „Heute erfolgt eine Information – die Information der Anlieger, der Bürger und des Ortsrats. Der Ortsrat wird heute nichts beschließen“, machte Ortsbürgermeister Achim von Einem von Beginn an deutlich. Die Vertreter des Fachbereichs Verkehr der Region Hannover, Dirk Thäle, Heinz Behrens und Wolfgang Graba, befriedigten dann auch ausgiebig das große Informationsbedürfnis der Bürger. Hartmut Meißner, Leitung Team Tiefbau der Gemeinde Wedemark, erörterte das Projekt „Bau eines großen Regenwasserkanals“. In seiner Funktion als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Baumpflege, Verkehrssicherheit von Bäumen, Baumwertermittlung widmete sich Professor Dr. Ulrich Weihs besonders dem Eichenbestand entlang der K 107 im Zuge der Straße In Wennebostel. 40 Bäume habe er im Rahmen seines Prüfungsauftrages ausgesucht, teilte der Sachverständige am Abend mit. Ein weiterer Schritt beinhaltet die Grunderfassung des von der geplanten Baumaßnahme betroffenen Baumbestandes, hieß es. Der Ausbau der K 107 innerhalb der Ortschaft Wennebostel ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Region Hannover und der Gemeinde Wedemark, erklärte Dirk Thäle. „Wir gehen davon aus, dass Straßenbau und Bau des Gehwegs ungefähr 800 000 Euro ausmachen.“ Auf den neuen, breiteren Gehweg entfallen dabei zirka 300 000 Euro, an denen nach Aussage von Hartmut Meißner die Anlieger mit 55 Prozent beteiligt werden. Der bisherige Gehweg an der Einmündung von der Lindenstraße (L383) soll nach dem bisherigen Plan zurückversetzt werden und jenseits der dortigen Bäume verlaufen. „Die Kosten für den Kanalbau werden nicht auf die Anlieger umgelegt“, so der Gemeindevertreter. In zahlreichen Diskussionen brachten Bürger ihre Bedenken gegen den Ausbau der Straße In Wennebostel zum Ausdruck. Vor allem die geplante Verbreiterung werde die Verkehrsbelastung durch schnelleres Fahren und mehr Schwerlastverkehr erhöhen, so die Befürchtung vieler. Mögliche Probleme durch Lkw-Verkehr mache eine verkehrsbehördliche Betrachtung erforderlich. Dazu müsse seitens der Verwaltung die Polizei und Verkehrsbehörde gehört werden. Verkehrsplaner Dirk Thäle verwies darauf, dass die neue Straße an einigen Stellen durch Bäume eingeengt sei. Dadurch werde die Geschwindigkeit von Fahrzeugen verringert, lautete seine Einschätzung. „Wir wollen als Anwohner hier keinen Lkw-Verkehr durch den Ort haben“, machte Ortsbürgermeister von Einem noch einmal deutlich. In einer Zusammenfassung zur geplanten Straßenbaumaßnahme erklärte er: „Es werden keine Bäume gefällt, einige wenige Hecken müssen zurückgesetzt werden.“ Verkehrsplaner Wolfgang Graba versicherte, die Bedenken und Anregungen des Ortsrates und der Bürger mitzunehmen. Im Planfeststellungsverfahren haben die Bürger die Möglichkeit, ihre Anregungen und Bedenken zum Ausbau der K 107 in der Ortsdurchfahrt Wennebostel einzubringen.