Wiesn in Elze rettet das Schützenfest

Sind überzeugt mit der ersten Wedemärker Wiesn am 14. Oktober in Elze eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten geschaffen zu haben: Birgit Gräfenkämper (Zweite von rechts) und Carsten Kiegeland (Zweiter von links) vom Elzer Schützenverein, Festwirt Torsten Lührs (links) und Veranstalter Stephan Cordes (rechts). Foto: A. Wiese

Schützenverein macht einen Deal mit Festwirt und Wiesn-Veranstalter

Elze (awi). Wedemärker Wiesn rettet Elzer Schützenfest: Klingt dramatisch ist es aber nicht. Die Elzer feiern ihr traditionelles Schützenfest auf diese Weise zwar erst im Oktober, aber dafür nach wie vor im Festzelt. Und das hätte ohne diesen Deal mit Festwirt Torsten Lührs und Wiesn-Veranstalter Stephan Cordes nämlich nicht geklappt, weil sich das Zelt für den Festwirt einfach nicht mehr rechnete – eine Erfahrung, die in den letzten Jahren ein Schützenverein nach dem anderen in der Wedemark machen musste. Eine neue Idee musste her – und die hatten Stephan Cordes und sein Partner Markus Wiebe von der Firma KS Veranstaltungskonzepte aus Schwarmstedt bereits im letzten Jahr: Die erste Schwarmstedter Wiesn war ein Bombenerfolg, mit 2.500 Quadratmeter Zeltfläche, passender Dekoration, Personal in feschen Dirndln, bayerischem Essen und Live Musik von der Band Kzwoa. Lange Rede, kurzer Sinn: Was in Schwarmstedt geht, geht auch in Elze. Eine Woche nach der zweiten Schwarmstedter Wiesn am 7. Oktober im Gewerbegebiet Am Varrenbruch an der B214 steigt in Elze am Sonnabend, 14. Oktober, auf der Wiese neben dem Gasthaus Goltermann mit Parkplätzen gleich nebenan ab 20 Uhr die Wedemärker Wiesn mit dem im letzten Jahr bewährten Konzept. Von entscheidender Wichtigkeit: Karten gibt es ausschließlich im Vorverkauf, und der startet am 14. Juli. Vorverkaufsstellen die VGH-Vertretung in Brelingen, Toto Lotto Seewald/Riechelmann in Elze, Bücher am Markt in Bissendorf und die Buchhandlung von Hirschheydt in Mellendorf. Die Karten kosten 17 Euro (reiner Eintritt) und 32,50 Euro mit Tischreservierung inklusive einer halben Maß und bayerischem Menü. Eine tolle Gelegenheit, für Firmen, Vereine, Cliquen und andere Gruppen, die Oktoberfestsause gemeinsam zu genießen. Und was hat nun der Schützenverein davon? Das Zelt, oder zumindest einen Teil davon für sein Schützenfest mit traditionellem Ablauf am Sonnabend und Sonntag. Lediglich der Samstagabend gehört der Trachtengaudi. Denn dass die meisten Besucher in Tracht kommen, die Damen im Dirndl, die Männer in Krachledernen und im Janker, das ist gesetzt. Dem Elzer Schützenfest wird nichts abgehen, wenn es statt im Juni im Oktober gefeiert wird, davon sind die Elzer Schützenvereinsvorsitzende und Kreisoberschützenmeisterin Birgit Gräfenkämper und ihr Elzer Vorstandskollege Carsten Kiegeland überzeugt. Im Gegenteil. Der Schützenverein wird sich gleich die ersten Bänke im Vorverkauf sichern und kräftig mitfeiern, denn wer zuerst kommt, mahlt zuerst und bekommt die besten Tische bei der Reservierung zugeteilt, versichert Stephan Cordes. Er hat zusammen mit Festwirt Torsten Lührs, der schon seit 25 Jahren mit dem Schützenverein Elze zusammenarbeitet, die Idee ausgearbeitet und den Schützenvereinsvorstand überzeugt. Das bayerische Menü wird von der Schlachterei Heims aus Schwarmstedt geliefert – mit voller Unterstützung vom örtlichen Schlachter Carsten Dettmers, der bereits angeboten hat, die Schwarmstedter Kollegen mit seiner Logistik zu unterstützen. Am eigentlich vorgesehen Schützenfesttermin am 17. Juni feiert der Schützenverein jetzt trotzdem, und zwar sein Mittsommerfest rund ums Schützenhaus mit Vereinskönigsschießen von 15 bis 17 Uhr, Erdbeerkuchenbüfett ab 15 Uhr, Stechen um die Vereinskönige ab 17 Uhr und Proklamation der Vereinskönige um 19.30 Uhr. Alle anderen Majestäten werden dann beim Schützenfest am 14. und 15. Oktober gefeiert, wenn es heißt: „Willkommen zur ersten Wedemärker Wiesn“!