Wilken engagiert sich für Selbsthilfegruppe

Michael Wilken aus Scherenbostel will einen Ortsverband der Patientenliga für Atemwegserkrankungen gründen.

Scherenbosteler wirbt für Patientenliga Atemwegserkrankungen

Scherenbostel/Hannnover (awi). Michael Wilken aus Scherenbostel hat die Aktivitäten der Patientenliga Atemwegserkrankungen, Ortsverband Region Hannover, im Jahr 2008 aus eigener Betroffenheit heraus aufgebaut und organisiert seitdem Informationsveranstaltungen im Oststadtkrankenhaus in Hannover zusammen mit Professor Schönhofer. Die vier Sport- und Selbsthilfegruppen sollen unmittelbar nach dem Selbsthilfetag in der Wedemark am Sonnabend, 8. September, durch eine weitere Gruppe hier in der Wedemark weiter ausgebaut werden. Interessenten können sich gerne schon im Voraus bei Michael Wilken unter Telefon (0 51 30) 58 38 577 melden. Der nächste Vortragstermin ist Donnerstag, 21. Juni, um 18 Uhr im Oststadtkrankenhaus in Hannover. Michael Wilken spricht dann über Angst und Atemwegserkrankungen.
Mitglieder der Patientenliga sind vor allem Patienten mit chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen, also mit Asthma bronchiale, chronischer Bronchitis oder einem Lungenemphysem, aber auch Ärzte und Physiotherapeuten, die Atemtherapie durchführen, sowie Psychologen, die in der Patientenschulung arbeiten wollen. Darüber hinaus können alle Personen, die sich mit Atemwegserkrankungen beschäftigen, Mitglieder werden – also auch Vertreter von Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern, Mitarbeiter von Pharmafirmen und anderen Unternehmen, die Heilmittel oder Geräte für Personen mit Erkrankungen der Atemwege herstellen. Die Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V. ist ein Verein, der aus einer Reihe von Ortsverbänden besteht. Zu jedem dieser Ortsverbände gehört eine Lern- und Übungsgruppe, die „ambulante Atemtherapiegruppe“ genannt wird. In diesen Gruppen treffen sich regelmäßig die Mitglieder der Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V. und Personen, die eine chronische Atemwegserkrankung haben, um gemeinsam mit einem Arzt oder anderen qualifizierten Fachkräften zu lernen, besser mit ihrer Krankheit zurechtzukommen.
Dabei werden medizinische Themen von Ärzten behandelt und Fragen der Teilnehmer besprochen, Atemgymnastik durchgeführt sowie Atem- und Hustentechniken geübt. Wo es möglich ist, werden zusätzlich Entspannungsübungen, sportliche Übungen mit Trainer und Arzt (Asthma-Sportgruppen) angeboten. Solche Atemtherapiegruppen entstehen überall dort, wo Fachärzte und Physiotherapeuten sich bereit erklären, mit den Betroffenen auf längere Frist zusammenzuarbeiten und in ambulanten Lern- und Übungsgruppen „Patientenschulung“ zu betreiben.
Sobald sich eine Arzt oder mehrere Ärzte bereit erklärt haben, mit der Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V. zusammenzuarbeiten, organisieren wir eine „Arzt-Informationsveranstaltung“, damit möglichst alle Ärzte der Region von der geplanten Aktivität erfahren und gefragt werden können, ob sie mitmachen wollen.
Danach wird die ambulante Atemtherapiegruppe anläßlich eines sogenannten „Patientenseminars mit Informationsbörse“ ins Leben gerufen.Zu solchen Veranstaltungen kommen häufig Hunderte von Betroffenen, um mit Ärzten und Atemtherapeuten zu diskutieren und dabei von diesen mehr über „Neues aus der Therpie von Atemwegserkrankungen“ zu erfahren (Patientenseminar), aber auch um zu sagen, was sie alles lernen wollen. Gleichzeitig können die Patienten bei solchen Veranstaltungen mit dem Peak-Flow-Meter üben, ihre Lungenfunktion testen lassen und Atem- und Entspannungstechniken praktizieren (Informationsbörse). Da hier alle , also die Betroffenen, die Ärzte und die Physiotherapeuten – erkennen, wie wenig in einer einzelnen Veranstaltung vermittelt werden kann, fällt der Entschluss leicht, in einer Atemtherapiegruppe regelmäßig zusammenzuarbeiten. Erst nach dem Patientenseminar kann die ambulante Atemtherapiegruppe organisiert werden und mit ihrer Arbeit beginnen.