Wo sind die „Knackpunkte“?

Grigorios Aggelidis (von links) und Andrea Giese haben Freude an der Gesprächsrunde mit den Bürgern. Foto: B. Stache

FDP-Bundestagskandidat Grigorios Aggelidis diskutiert mit Bürgern

Mellendorf (st). Die Freien Demokraten Wedemark hatten am Mittwochabend zu einem Bundestagswahl-Themenabend in das Mellendorfer Restaurant „Zum Eichenkrug“ eingeladen. Unter dem Motto „Hören was ist – Machen was geht!“ diskutierte der FDP-Bundestagskandidat Grigorios Aggelidis mit den Gästen über Themen, die den Bürgern wichtig sind. Grigorios Aggelidis wollte auf diesem Wege erfahren, welche „Knackpunkte“ aus der Wedemark er nach der Wahl – sollte er entsprechende Stimmen erhalten – mit nach Berlin nehmen kann und soll. Grigorios Aggelidis ist FDP-Kandidat im Wahlkreis 43. Dieser umfasst Burgdorf, Burgwedel, Garbsen, Isernhagen, Langenhagen, Neustadt am Rübenberge, Wedemark und Wunstorf. Die Ortsvorsitzende im FDP-Ortsverband Wedemark Andrea Giese begrüßte zur Veranstaltung, anschließend stellte sich der FDP-Bundestagskandidat den Gästen vor. „Ich kenne die Vorzüge, aber auch die Herausforderungen des Lebens auf dem Lande“, erklärte Grigorios Aggelidis. Der Politiker lebt seit Mitte der neunziger Jahre mit seiner Familie in Evensen im Neustädter Land. Am Mittwochabend erläuterte er im kleinen Kreis seine Sichtweise zu den Themen Verantwortung und Freiheit, Wirtschaftspolitik, Digitalisierung sowie verlässlicher Rechtsstaat. Freiheit fördern und zugleich Verantwortung stärken sind für Grigorios Aggelidis wesentliche Forderungen, die insbesondere in führenden Positionen in der Wirtschaft und der Politik gelten sollten. „Wer viel Freiheit für Entscheidungen hat, muss diese auch persönlich verantworten.“ Er plädierte für eine moderne und soziale Marktwirtschaft. Er möchte mit seiner Politik all die Menschen unterstützen, die das, was wir hier als Wohlstand bezeichnen, in den vergangenen 40 bis 50 Jahren erarbeitet haben – durch entsprechende Freiheit und Förderung. Grigorios Aggelidis sprach sich für mehr Investitionen, weniger Bürokratie, moderne Bildung, lebenslanges Lernen und Förderung der Digitalisierung aus. „Wir brauchen selbstverständlich eine moderne Infrastruktur. Dazu gehört auch ein erstklassiges Verkehrsnetz“, forderte er. Zum Thema verlässlicher Rechtsstaat hieß es: „Ich wünsche mir einen Staat, der sich sehr genau mit den Leuten auskennt und auseinandersetzt, die sich nicht an die Regeln halten – aber bitte all die unbescholtenen Bürger, die sich an die Regeln halten, in Ruhe lässt.“ Er wandte sich unter anderem gegen Dauerüberwachung und Staatstrojaner auf Laptops. In der folgenden Gesprächsrunde mit den Bürgern wurde ein weiter Bogen von Brücken-Bauvorschriften über solaren Sondermüll bis hin zur Autoindustrie mit den aktuellen Themen „Dieselfahrzeuge“ sowie „Verantwortung und Haftung“ gespannt.